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Joel Rosenman, John Roberts, Robert Pilpel

Making Woodstock

Ein legendäres Festival und seine Geschichte

(erzählt von denen, die es bezahlt haben)
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Orange-Press

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Making Woodstock
Making Woodstock: Ein legendäres Festival und seine Geschichte (erzählt von denen, die es bezahlt haben), Orange-Press, 2009
ISBN: 978-3-936086-42-3
Umfang: 283 Seiten, Broschiert
Preis: 20 Euro

Dieses Buch wurde von den eigentlichen Organisatoren des legendären Woodstock Festivals (1969 auf Max Yasgurs Farm bei White Lake nordwestlich von New York) geschrieben. Joel Rosenman und John Roberts waren - zusammen mit Michael Lang und Artie Kornfeld - diejenigen, die die Idee hatten und das Projekt dann auch durchführten, wobei das Buch keinen Zweifel daran lässt, dass es eher Rosenman/Roberts waren, die hinter Woodstock standen und nicht Lang/Kornfeldt, die im Buch auch schlecht wegkommen. Nach Woodstock hat man sich schnell getrennt und gegenseitig verklagt.
Robert Pilpel ist ein Journalist, der an Woodstock überhaupt nicht beteiligt war, aber Rosenman/Roberts angetrieben hat, die Geschichte hinter der Geschichte aufzuschreiben.

Dies ist kein Buch über die Musik oder die Musiker, die kommen eher ganz am Rande vor, sondern über die Mühen und Gefahren und Misserfolgserlebnisse, die die Organisation eines solchen Festivals mit sich bringt. Geschildert wird, mal in der dritten Person, dann wieder aus der Sicht von Roberts oder Rosenman, wie der Plan entstand, was den Organisatoren bei der Durchführung widerfuhr, wie sie mit den vielzählig anfallenden Problemen umgingen und diese mehr oder weniger kompetent aus dem Weg räumten, mit wem sie - gut oder weniger gut - zusammenarbeiteten, und wie das ganze trotz enormer Probleme über die Bühne ging.
Fast kommt es einem so vor, als hätte jemand eine soziologische Case-study über das Thema: "Wie organisierte man im 20. Jahrhundert - in Prä-Handy und Prä-Internet-Zeiten - ein Massenprojekt? Abhandlung unter besonderer Berücksichtigung sozialer, ethisch-moralischer und finanzieller Probleme" abgeliefert.

Der Text vermittelt den Eindruck, dass es das Schicksal schon sehr gut mit Rosenman/Roberts meinte, denn sonst hätte ein solches Chaosteam niemals eine solche Show herstellen können. Das ist im locker-flockig-selbstironischen Ton nett geschrieben, stellenweise etwas sehr detailliert und langatmig, und am Ende weiß man sehr viel über die Organisation eines solchen Festes und was alles schief gehen kann, aber erfährt eher wenig über den Geist von Woodstock, obwohl auch das Erwähnung findet.
Wer sich also sehr für diese Seite des Events interessiert greife hier zu. Andere kaufen vielleicht eher das neue 'Eclipsed' Extra über 40 Jahre Woodstock inklusive Kurzinterview mit Rosenman (Roberts starb 2001) und jeder Menge Bilder und Musikinformationen.

Ein Jahrhundertevent war das allemal, und dem Team um Rosenman/Roberts und auch Max Yasgur gebührt ewiger Dank dafür, dass sie blauäugig ein solches Wagnis eingingen und uns ein solches Happening schenkten. Groovy, Mann!

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 01.06.2009

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