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| The Fine Art Of Music, CoraZong Records, 2007 |
| Länge: 97 Min 07 Sek |
Medium: Do-CD |
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| CD 1: | |
| 01. JP Den Tex - "The Lights Of Phoenix" | 08. John Coinman - "Down In Nogales" |
| 02. Alastair Moock - "My Creole Belle" | 09. Inneke 23 & TLP - "Christmas Song" |
| 03. Mercy Brothers - "I Believe I'll Make A Change" | 10. Kim Carnes - "Goodnight Angel" |
| 04. Peter Cooper - "Wine" | 11. JP Den Tex - "Looking For Rosie" |
| 05. Jeff Talmadge - "Wrong Train" | 12. John Coinman - "You And Me, Oui" |
| 06. Krista Detor - "Go Ahead And Wait" | 13. Last Train Home - "Flood" |
| 07. Mercy Brothers - "Waiting For A Better Day" | 14. Patricia Vonne - "Rebel Bride" |
| CD 2: | |
| 01. Jean Paul Rena & Terrawheel - "Memo From O.S." | 06. Kim Carnes - "Still Warned By The Thrill" |
| 02. Alastair Moock - "Gos Saw Fit To Make Tears" | 07. Krista Detor - "More Than I Dare Say" |
| 03. Inneke 23 & TLP - "Elephant Crossing" | 08. Jeff Talmadge - "Wild And Precious Thing" |
| 04. Peter Cooper - "Gospel Song" | 09. Patricia Vonne - "Joe's Gone Ridin'" |
| 05. Jean Paul Rena & Terrawheel - "Blue Son" | 10. Last Train Home - "Won't You Be Mine" |
| BONUS VIDEOS: | |
| 01. TEYE - "Dos Amigos" (starr. Joe Ely & Jan Akkerman) | 02. Patricia Vonne - "Rebel Bride" |
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Eine feine Compilation bietet CoraZong Records seit ein paar Wochen an: "The Fine Art Of Music" heißt das Teil und präsentiert 12 Künstler dieses Labels. Für Freunde von Americana mit deutlichem Pop-Einschlag und gelegentlichen "rootsigen" Ausflügen bietet diese Compilation einen gelungenen Überblick über das CoraZong-Programm und ist somit als perfekter Einstieg anzusehen. Jede/r Künstler/in ist mit zwei Songs seines/r aktuellen CD vertreten - als Bonus gibt's zusätzlich zwei Videos von TEYE (d. s. Joe Ely und Jan Akkerman) und Patricia Vonne. Das Booklet ist liebevoll aufgemacht und stellt jeden Künstler samt seinem vertretenen Album kurz vor. Das Art-Work ist von der bekannten niederländischen Künstlerin Tessa Verder erstellt worden.
Krista Detor ist im HoR bereits bestens bekannt und mit ihrem Album "Cover Their Eyes", einem kleinen Meisterwerk, auf "The Fine Art Of Music" vertreten. Detors Beträge sind Go Ahead and Wait und More Than I Dare Say und bestechen durch ihre bizarre Instrumentierung und Kristas zerbrechlich schöne Stimme.
Auch Peter Coopers "Cautionary Tales" wurde bereits durch Kollegen Ipach besprochen. Seine kleine Geschichten auf Wine und Gospel Song sind mit lupenreinem Americana mit leichtem Country-Einschlag untermalt.
LAST TRAIN HOME und ihr "Last Good Kiss" gefallen mir persönlich richtig gut. Flood und Won't You Be Mine sind knackig frischer Roots-Rock gewürzt mit einer kräftigen Prise Country-Rock, da beginnt der Fuß beim Hören unwillkürlich zu zucken .....
Da kann Alastair Moock und "Fortune Street" zunächst einmal nicht so recht mithalten. Die beiden vertretenen Songs wurzeln im Cajun, My Creole Bell, im lupenreinen Americana, God Saw Fit To Make Tears und sind vielleicht etwas spröde und wenig eingängig.
John Talmadge ist hier im HoR noch ein unbeschriebenes Blatt. Er ist mit seiner aktuellen Scheibe "At Least That Much Was True" vertreten. Wrong Train ist ein schöner kleiner Country-Song, der allerdings zu auffällig gängige Klischees, wie wimmernde Pedal-Steels, bedient. Dagegen ist Wild And Precious Thing ein stiller Song im Stil von James Taylor, der für wohlige Wärme sorgt.
INNEKE 23 & THE LIPSTICK PAINTERS hat mit "Elephant Crossing" gerade ihre Debut-CD vorgelegt. Von ihr ist bekannt, dass sie seit über zehn Jahren in der belgischen Musikszene aktiv ist - europaweit sorgte sie als Support für Mark Olsen für Aufsehen. Ihren Stil könnte man am ehesten als "Europicana" charakterisieren, ein Begriff den der Holländer JP Den Tex, von dem noch zu reden sein wird, geprägt hat.
Wer mich etwas kennt, der ahnt, dass mir die Mercy Brothers ganz besonders gefallen werden. Kein Kunststück bei ihrer gelungenen Mischung aus Roots-Rock und traditionellem Blues, wie auf ihrem Album "Strange Adventure", von dem I Believe I'll Make A Change und Waiting For A Better Day präsent sind.
JP Den Tex und sein Album "Bad French" sind mir wohl bekannt. Der Holländer, der so eindrucksvoll europäischen Chanson mit Americana zu mischen weiß, hat schließlich den Begriff "Europicana" geprägt, wie bereits oben ausgeführt. Mit Looking For Rosie wurde eines der besten Lieder dieser CD ausgewählt, während mich The Lights Of Phoenix nur bedingt zu überzeugen vermag.
Schon etwas älter ist Kim Carnes' Album "Chasin Wild Trains" von 2005. Mrs. Carnes vermag mich nicht so recht zu überzeugen, zu glatt ist mir ihre Country-Schnulze, Still Warmed Up By The Thrill und zu wenig beeindrucken, ja langweilen mich Duetts wie Goodnight Angel - aber das ist wie immer Geschmackssache.
Jean Paul Rena und seine Band TERRAWHEEL rocken am Rotzigsten von allen beteiligten Künstlern - richtig herzerfrischend bollert Memo From O.S. d'rauflos. Sein zweiter Song Blue Son, nur spärlich mit Gitarre, Akkordeon und Harp instrumentiert, drückt allerdings gewaltig auf die Bremse, weiß' allerdings unbedingt zu gefallen.
Mein persönliches Highlight von "The Fine Art Of Music" ist ganz klar Miss Patricia Vonne. Die feurige Senorita mit den Latino-Roots gibt dermaßen verschärft Gas, das mir die Luft wegbleibt. Ganz klar: für ihr Album "Guitars & Castanets" gibt's von mir eine ganz klare Kaufempfehlung. Von Rebel Bride wird eine hypnotische Live-Aufnahme aus NYC angeboten, die neben Patricia Vonnes Gesang vor allem ihre Gitarrenkünste präsentieren. Der zweite Track Joe's Gonna Ridin' ist ein treibender Tex-Mex, der einen schon nach zehn Sekunden in den Bann gezogen hat. Diese beiden Songs gefallen mir von allen angebotenen 24 am Besten.
Last, but not least ist noch John Coinman zu nennen, der sich mit seinen "Songs From The Modern West" einbringt. Down In Nogales ist ein gefälliger Americana-Song, während You And Me, Oui die schlimmsten Befürchtungen beim Lesen des Titels wahr werden lässt.
Das Bonus-Material umfasst zwei Video-Clips: der erste ist von dem alten Bekannten Joe Ely und der Gitarrenlegende Jan Akkerman, die ein formidables Flamenco-Gitarren-Duett abliefern. Das Zweite ist eine Live-Aufnahme von Patricia Vonnes Hammersong Rebel Bride, was für ein Schlusspunkt!
Die CoraZong Compilation "The Fine Art Of Music" gibt einen schönen Querschnitt des künstlerischen Schaffens der Americana-Künstler des Labels. Wer sich über einzelne Künstler informieren möchte, ohne sich gleich die ganze CD zu kaufen, liegt hier richtig - zumal diese Scheibe im Low-Price-Segment angesiedelt sein ist.
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