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| Black And White, Rounder Europe, 2008 |
| Danny Bryant |
Guitar, Vocals |
| Ken Bryant |
Bass |
| Trevor Barr |
Drums |
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Länge: 50 Min 58 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Tell Me | 6. Low Down Blues |
| 2. Between The Lines | 7. Walk Away |
| 3. Love Remains | 8. Old Blues Song |
| 4. Twenty One | 9. Last Goodbye |
| 5. Any Wonder | 10. Black And White |
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Seit 1999 macht Danny Bryant mit seiner rotäugigen Band von sich reden. Walter Trout hat die Kapelle unter seine Fittiche genommen und so klingt sie auch. Pur und rau, wie der Bluesrock eben sein sollte. Und der Sänger klingt wie der jüngere Walter Trout. Das ist aber kein Nachteil. Im Gegenteil: Wer auf erstklassigen Bluesrock mit Gefühl und Power steht, nie langweilige Gitarrenartistik und spitzenmäßige Rhythmusarbeit und erstklassigen Gesang mag der ist mit dieser Scheibe hervorragend bedient.
Tell Me - hatte Walter Trout nicht auch so ein Stück? (Ach nee, bei ihm hieß es I Can Tell) - geht gleich gut ab. Strophe - Solo - Strophe - langes Solo - Ausblende. Das System ist nicht ganz neu, klingt aber wirklich saugut.
Between The Lines ist noch eine Spur druckvoller. Vor allem das Solo ist wirklich gekonnt. Mann, der Typ singt wirklich wie Walter Trout. Der Druck auf den Stimmbändern ist reine Sahne.
Na, Love Remains klingt ja wirklich echt betroffen. Na ja, wenn ich da an meine Jugend denke - ähem, aber das gehört ja nun wirklich nicht hierher. Da sind wohl die Erinnerungen mit mir durchgegangen. Zurück zur Platte. Jawohl: auch hier druckvoller Gesang und schöne Soli, das Ganze ist eher ein Blues als ein Bluesrock, passt aber auch besser zum Thema.
Warum man das vierte Stück auf einer CD Twenty One nennt, geht mir nicht ganz ein. Ach, es geht um ein Mädel, das gerade so alt ist. Zwei Strophen mit langem Solo am Ende ist auch nicht gerade das Höchstmaß an Erkenntnis. Da hätte er für das Mädel gern etwas mehr übrig haben können.
In Any Wonder geht's eher langsam aber durchaus druckvoll zur Sache. "Is it any wonder?" fragt der Sänger ein ums andere Mal. Ich schätze mal eher nicht. Da geht die nächste Nummer schon ganz anders ab. Low down Blues heißt sie. Es wird aber ganz herzhaft los geboogied. Das Schlagzeug stampft, die Gitarre schreit, es geht einfach schlichtweg frischwärts. Wenn auch nicht für allzu lange. Doch auch Walk Away geht musikalisch flott weiter. Im Refrain phrasiert die ganze Band sehr stark. Wer das schon mal in einer Band probiert hat, der weiß wie schwer das ist. Große Klasse. Walk Away beginnt wie ein Liedermachersong - nur Gesang und Gitarre. Doch schon in der zweiten Strophe fällt die Band komplett ein. Trotzdem steht hier die Stimme während des ganzen Songs klar vorn. Endlich versteht man den Sänger mal richtig. Ein echt trauriges Lied! "You walked away".
Der Old Blues Song ist in der Tat einer. Drei Takte werden gezerrt gespielt, dann klingt die Gitarre aus. Die ganze Band betont diese drei Takte mit. Nur die Solo-Gitarre beziehungsweise der Gesang gehen durch. Auch eine schwierige Sache, wenn man's mal probiert hat. Dann kehrt der Bluesrock zurück. Last Goodbye heißt die Nummer. Warum kommt die mir nur so bekannt vor? Auf meinen Walter Trout Scheiben ist die garantiert nicht drauf. Aber schon komisch, nicht? Ich meine ausgerechnet die Titelscheibe der ganzen CD. Na, hab ich wohl schon mal irgendwo gehört. Komisch ist das schon. Aber ein schönes Stück. Da hüpft das Tanzbein.
Aber wir haben Glück. Nach dem Last Goodbye gibt's doch noch ein Stück, nämlich den Titelsong der ganzen CD, der erstaunlicherweise auch Black And White heißt. Ich hoffe mal, dass es dabei nicht um den "Whiskey" geht. Nein, in dem nur vom Sänger mit der Gitarre eingespielten Song ist von trinken zum Glück nicht die Rede. Nein, eher von einem Mädel, das unseren wackeren Sänger nicht liebt. Tja, ein Schicksal, mit dem er nicht allein ist.
Alles in allem eine tolle Blues- und Bluesrock-CD, die nicht nur für Walter Trout Fans ein Kauf ist, der sich lohnt. Die anfangs vermuteten Ähnlichkeiten sind nicht so gravierend.
Wer auf erstklassige Musik mit Gefühl und Power steht, nie langweilige Gitarren- und spitzenmäßige Rhythmusarbeit und geilen Gesang zu schätzen weiß, der ist mit dieser Scheibe bestens bedient.
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