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| Leave This Town, Sony Music, 2009 |
| Chris Daughtry |
Vocals, Guitar |
| Josh Steeley |
Guitars |
| Josh Paul |
Bass, Backing Vocals |
| Joey Barnes |
Drums, Percussions, Keyboards, Backing Vocals |
| Brian Craddock |
Guitars |
| Gäste: |
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| Vince Gill |
Fiddle, Backing Vocals |
| Produziert von: Howard Benson |
Länge: 47 Min 39 Sek |
Medium: CD |
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| 1. You Don't Belong | 7. September |
| 2. No Surprise | 8. Ghost Of Me |
| 3. Every Time You Turn Around | 9. Learn My Lesson |
| 4. Life After You | 10. Supernatural |
| 5. What I Meant To Say | 11. Tennessee Line |
| 6. Open Up Your Eyes | 12. Call Your Name |
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Wenn man einen Haufen an Ehrgeiz hat, sich seiner Sache sehr sicher ist, keine Hemmungen hat in einem Breitwand-TV-Format aufzutreten und das Glück hat, das NICHT Dieter Bohlen in der Jury der Talentshow sitzt, kann daraus sogar was nachhaltiges werden.
Chris Daughtry gehört zu den glücklichen Menschen, die genau das alles haben: Ehrgeiz, Selbstbewusstsein, keine Hemmungen und keinen Dieter Bohlen in einer Talentsuchjury. Letzteres liegt hauptsächlich daran, dass die Sendung "American Idol" eben in Amerika und nicht in Deutschland stattfindet. Das wiederum führt dazu, dass das, was mit der Band DAUGHTRY passiert ist, wahrscheinlich auch so nur in Amerika und nicht in Germany stattfinden kann. Denn DAUGHTRY sind über den Weg der Talentshow zu einer Gruppe mit Superstarstatus geworden. Hier würde der Titel "… sucht den Superstar" tatsächlich seine Berechtigung haben. Denn nachdem Mr. Daughtry als Viertplazierter vorzeitig die Show verlassen musste, setzte er sich hin, schrieb seine Songs, nahm sie auf und war recht schnell mit dem Prädikat "Superstar" belegt. Das selbstbetitelte Debütalbum von 2006 wurde das schnellstverkaufte Rock-Debütalbum der US-Charts-Geschichte sowie die meistverkaufte Rockveröffentlichung 2006 und hatte schlussendlich 5-fach-Platin erreicht. Drei US-Nummer-eins-Hits konnte man verbuchen und im Laufe der drei Jahre dauernden Tour wurde von kleinen Clubs bis zu großen Stadien alles bespielt, was eine Steckdose hatte.
Wurde "Daughtry" noch mit Studiomusikern eingetütet, hatte Chris direkt nach der Veröffentlichung eine feste Band, die mit Ausnahme eines Gitarristen bis heute Bestand hat.
Ich gebe zu, dass ich von den Jungs bisher nichts gehört hätte, wenn nicht neulich die Mail bei uns durch den Verteiler gelaufen wäre, in der es hieß, das wäre eine ganz heiße Band, die unter den Fittichen von Chad Kroeger steht. Letzteren mag ich mit seiner Band NICKELBACK sehr, also habe ich den Finger gehoben und schnell "nach mich schicken" gerufen und schon hatte ich die Songs vorliegen.
Ich bin nicht enttäuscht! Das kann ich direkt sagen. "Leave This Town", so der Titel des aktuellen Rundlings, rockt richtig gut um die Ecke. Mein erster Gedanke war, dass man hier die Herren von NICKELBACK mit Thomas Godoj gepaart hat und herausgekommen ist dann eine nicht ganz so auf die Nuss trommelnde Gruppe mit Namen DAUGHTRY.
You Don't Belong hat mit seinem Intro leichte Anleihen an DISCIPLE, wird allerdings bei weitem nicht so aggressiv wie die Jungs aus Tennessee. Sehr gelungener Einstieg. Weiter geht's mit No Surprise, und es ist keine Überraschung, dass das Lied nach NICKELBACK klingt, immerhin war Mr. Kroeger an der Schreiberei beteiligt. Every Time You Turn Around klingt noch mehr nach NICKELBACK und macht genauso viel Spaß. Etwas ruhiger aber nicht platt oder klebrig wird's mit Life After You. Eine wunderbare Rockballade ohne Schwulst. So könnte man jetzt Stück für Stück weitergehen, meine Lobeshymnen würden nicht aufhören - aber es würde langweilen. Also, beschränke ich mich nur noch auf drei hervorzuhebende Songs: Open Up Your Eyes besticht mit seiner dezent aber hörbar im Hintergrund vorhandenen Orgel, Tennessee Line lässt mit seinen Countryanleihen die Tränen in die Augen schießen und Call Your Name entpuppt sich nach einem ruhigen Einstieg zu einem der Höhepunkte, spätestens dann, wenn das Gitarrensolo einsetzt, was man so von Slash zu seinen Gunners-Zeiten kennt.
Geile Scheibe, die dem Sommer die Regenwolken wegrocken kann! Hier stimmt einfach alles: melodiöse Refrains, gepaart mit druckvollen Gitarren, klasse Arrangements, dazu eine rockende Stimme - ich bin beeindruckt!
Überhaupt, Gitarrensolo: Erfreulicherweise sind sie vorhanden, was bei den NewRock-Scheiben heutzutage nicht mehr zwingend auf der Tagesordnung steht. Okay, sie sind weit entfernt von dem, was unser Mastermind Schmidtlein unter "Solo" versteht, aber es wird nicht nur die Breitwandgitarrenseite gespielt.
Von meiner Seite aus mal wieder eine absolute Kaufempfehlung!
[Bliebe nur zu klären wie man ein Solo definiert. Ich meine, normalerweise ist ein Solo ein Solo und nicht nur ein bisschen Solo. Das klingt ja wie "ein bisschen schwanger". Oder muss man für Nachwuchsrocker den Begriff Nachwuchsrockersolo einführen? Kann der Herr Daughtry den Nugent/Schenker/Blackmore, oder kann er ihn nicht? Wann ist ein Mann ein Mann? Wer hat den Käse zum Bahnhof gerollt? Fragen über Fragen. F.S.]
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