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| Rock And Roll Show, Perris Records, 2011 |
| Nick Elmore |
Lead & Backing Vocals, Harmonica |
| Sean Quidgeon |
Guitars & Backing Vocals |
| Jon "Big Dawg" Jackson |
Bass, Lead & Backing Vocals |
| Ryan Riggs |
Drums & Backing Vocals |
| Produziert von: Shain Lloyd & Dust And Bones |
Länge: 45 Min 35 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Alice's Wonderland | 7. Love Song |
| 2. Better Of Without Me | 8. Life Of The Party |
| 3. Hypnotize | 9. Tongue And Cheek |
| 4. Set You Free | 10. One Hit Wonder |
| 5. Bleed Rock And Roll | 11. Rock And Roll Show |
| 6. Tulips | 12. Shut Your Hole |
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Eigentlich könnte man sich jedes Wort über "Rock And Roll Show" sparen, denn es ist bereits bei "Voodoo" so gut wie alles über DUST AND BONES gesagt. Die 80ies-Freaks aus Illinois haben nach gut zwei Jahren das nächste Album draußen, viel verändert hat sich naturgemäß nicht, außer…:
Das Cover ist besser (dafür klischeebehaftet bis zum Sehknick), es gibt ein paar Hooks mehr, sogar einen richtig abgefahrenen Song mit Rap'n'Crap-Luftschmied-Ironie, außerdem ist die Band bei Perris Records gelandet und endlich gibt es eine richtige Homepage sowie einen Auftritt bei Facebook. Das ist nicht schlecht für eine kleine Kapelle, die sich selbst als "fun band" bezeichnet und gerade mal drei Jahre alt ist.
Können und Professionalität konnte man den Männern schon bei "Voodoo" nicht absprechen, diesmal ist man vielleicht noch etwas mehr verblüfft über die Leistung der Nebenerwerbsrocker. Sprechen wir also nicht über die sehr gute handwerkliche Leistung und die unleugbaren Einflüsse der vier gestandenen Kerle, sprechen wir über ein paar Feinheiten, die "Rock And Roll Show" zu einem kleinen Schmankerl machen.
Nach dem konventionellen und gut rockenden Einstieg ins Album ist Hypnotize der erste große Hinhörer. Was für eine feine Gitarre, Kollege Slash bekommt das nicht so gefühlvoll hin, was für ein prägnanter Bass, was für eine einfache und umso treffsichere Schlagzeugarbeit. Dazu noch ein kleines Harp-Solo, fertig ist ein Hard-Rock-Song, den man gerne fünfmal am Stück hört. Hard Rock dieser altmodischen Provenienz mit Aufpassfaktor ist selten, normalerweise freut man sich schon über halbwegs gelungene Party-Rocker. Klar, Party können DUST AND BONES auch (Life Of The Party - purer Erwachsenenexzess), aber einen bluesigen Unter-die-Haut-Geher wie Bleed Rock And Roll kriegen nur die wenigsten hin. Zum wundervollen Text (wie es damals war, geil zwar, aber war es wirklich besser, und hat man heute nicht seine eigene Band und ist glücklich?) groovt sich die Musik fünf Minuten lang ein wie in den allerbesten Momenten von CINDERELLA; nur glaubwürdiger. Diese Jungs bluten wirklich für ihren Rock & Roll. Spätestens bei Tulips bluten auch die Gitarrenfinger von Sean Quidgeon.
Noch einen Harmonika-Blues gibt es mit Tongue And Cheek. Zugegeben, nach dem Intro erhofft man sich insgeheim einen Boogie wie einst Train, Train von BLACKFOOT, aber am Ende ist man mit einem satt brummelnden und von feinen Licks durchzogenen Rocker mittleren Tempos auch sehr zufrieden. Speziell wenn danach der schon oben angesprochene Outstanding-Track One Hit Wonder folgt. Nick Elmore sprechsingt und performt wie ein Arenastar, Quidgeon zitiert sich famos durch ganz schwierige Vorlagen und die Rhythmusabteilung macht viel mehr als nur Rhythmus, sie prägt die Chose wie es weiland nur die großen Bands drauf hatten. Das ist richtig, wirklich richtig geil.
"Hold your fist in the air - everybody scream - let yourself go - into Rock And Roll Show" ist vermutlich einer der plagiatsverdächtigsten Refrains aller Zeiten, aber er funktioniert. Die ganze CD "Rock And Roll Show" funktioniert. Nicht weil sie furchtbar originell wäre, nein, sie ist erstklassig gespielt und mit wenigstens einem halben Dutzend erstklassiger Songs bestückt. Ein großer Schritt für DUST AND BONES und 45 Minuten Anschauungs- bzw. Anhörungsunterricht für den Konsumenten, wie gut amerikanischer 80er-Hard-Rock heute klingen kann. Alle Achtung.
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