| Moving on, Hitch Records/Sony BMG, 2007 |
| Elli |
Vocals |
| Produziert von: Gary Baker & Anthony Little |
Länge: 46 Min 32 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Again | 8. Teach me to fly |
| 2. Moving on | 9. Fades away |
| 3. Your letter | 10. I won't look back |
| 4. They don't want you | 11. Black frames |
| 5. In my heart | 12. Come and gone |
| 6. Waste of love | 13. Open arms |
| 7. Can't deny it | |
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Da klopft nun unser ehemaliges Supersternchen Elli zum zweiten Mal an die Pforten des Home Of Rock und begehrt um
Einlass. Lautete bei ihrem Debüt das Motto 'Nur über einen Crosscheck', so will ich ihr dieses Mal das
Spießrutenlaufen durch die CD-Player der Redaktionskollegen ersparen und stelle mich ihr und ihrem jüngsten Album
alleine.
Tja, Herzchen. wer aber 'ne Leiche im Keller hat und wenn die vor allem dermaßen nach Hype und Ausverkauf müffelt, der
darf sich auch nicht wundern, wenn die immer wieder ausgegraben wird. Oder anders ausgedrückt. wer dem Bohlen seine
Seele verkauft, der mag vielleicht von den Teenie-Gazetten und der Super-Ilu gebauchpinselt werden, braucht sich aber
über Vorbehalte aus der sich manchmal selbst viel zu ernst nehmenden Rockszene nicht zu beschweren.
Lassen wir also die düsteren Schatten der Vergangenheit ruhen und widmen uns ausschließlich der Gegenwart. "Moving on"
ist ein nettes, gefälliges Melodic Rock-Album, ohne große Ecken und Kanten. Das ist Musik, die niemandem wirklich weh
tut, aber aus genau diesem Grund auch keine dauerhaft Akzente setzen kann.
"Moving on" ist ein reifes, erwachsenes Album, vielleicht sogar einen Tick zu erwachsen. Mönsch, Elli, mach dich mal
locker... ein paar Balladen weniger, und dafür mal lässig ein paar rockigere Nummern aus der Hüfte geschüttelt. das
wäre sicher kein Fehler.
Trotzdem: Es ist kein schlechtes Album und wer auf langen Überlandfahrten in den Sonnenuntergang seinen CD-Player im
Auto auch mal mit Robin Beck oder Richard
Marx füttert, der kann es problemlos auch mal mit Elli versuchen, wobei ich persönlich trotzdem erst mal schauen
würde, ob nicht irgendwo noch SHADEs
"One way line" in Griffweite liegt.
Der Höhepunkt des Albums wird seltsamerweise verschämt als Bonus-Track abgewertet. Elli wagt sich an
JOURNEYs Open arms und anstatt sich wie
zunächst befürchtet um Kopf und Kragen zu singen setzt sie damit noch ein recht beachtliches Ausrufezeichen.
Die Nummer enthüllt aber auch schamlos das eigentliche Problem des Albums: Eine Ansammlung von soliden Songs kann in
der Summe nie ein großartiges Album werden. Da gilt es also in Zukunft anzusetzen.
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