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Evolution: Creatio Ex Nihilio

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Evolution: Creatio Ex Nihilio
Evolution: Creatio Ex Nihilio, Anomalousz Music Records Ltd., 2009
Ben Harris-Hayes Vocals, Guitar
Shaun Rayment Bass
Sam Street Drums & Percussion
The Lost Orchestra Pianos, Synthesizers, Extra Sounds & Orchestral Performance
Produziert von: Enochian Theory Länge: 49 Min 00 Sek Medium: CD
01. Every Ending Has A Beginning…08. Movement
02. The Dimensionless Monologue: Tedium (I)09. After The Movement
03. The Dimensionless Monologue: The Dimensionless Monologue (II)10. Waves Of Ascension
04. The Dimensionless Monologue: T.D.M. (III)11. The Fire Around The Lotus
05. At Great Odds With…12. The Living Continuum
06. Apathia13. A Monument To The Death Of An Idea
07. Triumvirate

Musik sollte spannend sein und Emotionen in uns wach rufen, wie z. B. das Verlangen das Gehörte immer und immer wieder hören zu wollen. Naja, natürlich gibt es auch Musik, bei der wir das Verlangen verspüren, schon nach den ersten Tönen die Stop-Taste zu betätigen. Bei ENOCHIAN THEORY trifft der erste Satz zu, denn seit Wochen bin ich förmlich süchtig - "Evolution: Creatio Ex Nihilio" dreht sich immer wieder in meinem Player.
Meine erste Begegnung mit der Musik dieser Truppe hatte ich Ende letzten Jahres in der Show der Progrock-DT, als das Stück Apathia lief, was sich zunächst für meine Ohren als ziemlich abgefahrene und schräge Nummer entpuppte, jedoch keinesfalls uninteressant. Haha, damals konnte ich nicht wissen, dass ich das komplette Werk von ENOCHIAN THEORY nur kurze Zeit später zu hören bekommen sollte.

ENOCHIAN THEORY haben sich 2004 gegründet und seit dieser Zeit eine Demo-CD mit dem Titel "Our Lengthening Shadows" sowie ein weiteres Werk, "A Monument To The Death Of An Idea", in Eigenregie herausgebracht.
Die Arbeit an "Evolution: Creatio Ex Nihilio" war Anfang 2009 abgeschlossen, das übrigens vom schwedischen Produzenten David Castillo, der auch für KATATONIA, OPETH und INME arbeitete, gemixt wurde und die Aufmerksamkeit diverser Labels wie Century Media, Nuclear Blast, SPV, InsideOut, AFM, Relapse, Bieler Bros and Lifeforce Records auf sich zog. Jedoch zogen es die drei vor, das Album unter eigenem Label (Anomalousz Music Records Ltd.) und zu eigenen Konditionen zu veröffentlichen.
ENOCHIAN THEORY beschreiben ihre Musik selbst als Epic-Alternativ; für mich ist es eine Mischung aus New Artrock, Postrock und Prog Metal, eine Mischung die es in sich hat.

Die Jungs gehen in ihrer Musik ähnlich vor wie BLUENECK, deren Musik ebenfalls total melancholisch ist, und die unter anderem mit dynamischen Laut/Leise-Effekten der Musik das gewisse Etwas 'verpassten'. Bei ENOCHIAN THEORY sind es mal die sphärischen Klänge, die immer wieder eingebaut wurden, um an anderer Stelle mit harten Gitarrensounds zu kontern und mit Streichern, Piano, Synthesizern usw. zu würzen. Boah, ich sag euch, das hat was! Neben 'laut und leise' gibt es auch noch 'sanft und hart'. Dies ist besonders gut beim Gesang auszumachen, der in den sanften, cleanen Parts ein wenig an PORCUPINE TREE oder ANATHEMA erinnert. Dann wären noch die harten Gesangspassagen in Form von Growls ŕ la OPETH, die mir spontan aufgefallen sind. In den Instrumentalpassagen ist auch eine Verbindung zur Musik von KATATONIA und LONG DISTANCE CALLING zu hören, gehen doch alle genannten Bands in die gleiche melancholische Richtung.
Gesang, Gitarre, Bass, Schlagzeug sowie das "verlorene Orchester" überzeugen auf ganzer Linie. Einzelne Tracks hervorzuheben ist sinnlos, man muss das Werk am Stück hören, und das am besten über Kopfhörer.
Jedoch gibt es mit der Musik nicht nur einen Leckerbissen für die Ohren; fürs Auge hat Robin Portnoff aus Schweden ein tolles Artwork entworfen. Zu guter Letzt zeigt auch der Besuch der grandios gestalteten Webseite, dass sich die Band nicht mit halben Sachen zufrieden gibt.

Liebe Leser, ich hoffe, ich konnte eure Neugierde für ENOCHIAN THEORY mit "Evolution: Creatio Ex Nihilio" wecken, ich jedenfalls bin süchtig und hoffe noch viel mehr von den Jungs zu hören, auch würde ich mich über eine Live-Performance hier in Deutschland freuen!

Michelle Karayilan, (Artikelliste), 02.02.2010

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