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| Live At The Classic Rock Society 2003, Heritage Records, 2003 |
| John Young |
Lead Vocals, Keyboards |
| Robin Boult |
Guitars |
| John Jowitt |
Bass, Vocals |
| Dave Stewart |
Drums, Vocals |
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Länge: 56 Min 30 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Significance | 6. Unknown Soldier |
| 2. When I Was Young | 7. Childhoods End |
| 3. Just One Day | 8. Open Skies |
| 4. All Grown Up | 9. Kings |
| 5. Underside | |
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John Young wurde 1956 in Essex geboren, wuchs anschließend in Liverpool auf und gründete 1980 mit Jon Camp (u. a. RENAISSANCE) die Gruppe CATHEDRAL [doch nicht DIESE CATHEDRAL, oder? Red.). Ein geplanter und bereits beschlossener Einstieg bei 10cc scheitete. Als Tastenmann arbeitete er in späteren Jahren mit FISH, ASIA und den SCORPIONS zusammen. 2003 nahm John Young mit seiner Band diese Live-Scheibe auf, auf der er weitestgehend seine eigenen Kompositionen präsentiert. Einzig für die beiden Nummern Childhoods End und Kings standen Jon Camp, Brett Wilde, Tony Bodene und Ed Poole beim Komponieren hilfreich zur Seite.
Im Line-up finden wir neben dem Namensgeber am Bass John Jowitt (IQ), an der Gitarre Robin Boult (Ex-Fish) und Schlagzeuger Dave Stewart (Ex-Fish). Da muss man annehmen, dass die gebotene Musik dem Prog entspricht. Nun, dem ist nur in begrenztem Maße so. Im Grunde genommen teilt sich dieses Album in zwei Teile auf. Wir hören zu Beginn starken und melodiösen Rock, alles mit Gefühl, und werden zum Ende Zeuge von progressiven Eingebungen. Doch über allem schwebt mein Urteil, dass es der Formation von Beginn an gelingt, tolle, und vor allen Dingen in sich stimmige, Stücke zu spielen. Da passt alles. Ein angenehmer Gesang vereint sich mit hervorragenden Instrumentierungen. Die Band erscheint eingespielt, das Ganze kommt mit dieser sauberen Produktion auch präzise und druckvoll aus den Boxen.
Die gefühlvolle und melodiöse Ballade Significance wartet im Stile von John Miles mit allem auf, was man braucht, um internationalem Standard zu entsprechen. Vor allen Dingen fallen im Midtempo-Song When I Was Young die klaren Guitarsounds positiv auf, mal ganz abgesehen davon, dass die Band hier vollkommen unbritisch und eher amerikanisch - ähnlich eines Bruce Hornsby - vorgeht. In Underside bemerkt man dann die ehemalige Zusammenarbeit mit ASIA. In persona ist es der Bassist John Wetton (u. a. ASIA, KING CRIMSON, Ex-ROXY MUSIC), der hier offensichtlich nachhaltigen und maßgeblichen Einfluss auf das Songwriting genommen hat. Jedenfalls marschiert die Musik vollkommen prog-untypisch in die AOR-Ecke.
Doch mit dem über 14 Minuten andauernden Longtrack Unknown Soldier werden schließlich die erwarteten progressiven Einflüsse hörbar. Anfangs noch eingängig und leicht zu konsumieren, steigern sich die Musiker in verschachtelte und gegensätzliche Teile eines Gesamtwerkes rein. Auch in Childhoods End spulen sowohl die Gitarren als auch die Synthies ein ganz anderes Pensum, als zu Beginn der Scheibe ab.
Wer als vollkommen intoleranter Prog-Fan die Messlatte anlegt, wird in weiten Teilen die rote Karte ziehen. Wer es ausschließlich einfach und galant mag, bekommt zum Ende hin den Fön und steigt aus der Nummer aus. Wer allerdings erkennt, dass hier großartige und erfahrene Musiker zeigen, dass es, in jeder Hinsicht auf den Punkt genau, in verschiedene Richtungen gehen kann, der wird der JOHN YOUNG BAND seinen Respekt zollen und zu dem Ergebnis kommen, dass "Live At The Classic Rock Society 2003" eine geile Live-Aufzeichnung ist.
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