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| Come On, Eigenvertrieb, 2008 |
| Johnny Rieger |
Vocals, Electric Guitar |
| Timo Gross |
Electric & Acoustic Guitar |
| Marcel Millot |
Drums & Percussion |
| Umbo |
Bass |
| Alex Logel |
Hammond Organ |
| Petra Sauer |
Backing Vocals |
| Produziert von: Timo Gross |
Länge: 47 Min 01 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Come On | 7. Easy Come And Easy Go |
| 2. Heaven Cries | 8. Lying Here |
| 3. No Water | 9. Happy |
| 4. Hey Baby Hey | 10. The Right Way |
| 5. Everywhere I Go | 11. Lucky |
| 6. Gangster For Your Love | |
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Endlich wieder eine deutsche Band. Trotz des Vornamens Johnny. Vermutlich aus dem Süden der Republik, aus der Südpfalz, Bad Bergzabern, die Ecke. Und bevor ich wieder mit meinen geographischen Top-Kenntnissen von einem Fettnapf in den anderen stapfe, lasse ich's damit lieber bewenden.
Übrigens, einen aus der Band kenne ich recht gut, und das ist Timo Gross. Von dem habe ich nämlich zwei CDs: "Down The Delta" und "Travellin'", zwei sehr bediente Scheiben. Auf der ersten waren noch einige fremde Stücke, auf der zweiten alles selbst gemacht. Er hat den Blues nicht neu erfunden, aber wunderbar interpretiert.
Nun, im zweiten Stück der zweiten CD gab es einen Co-Lead Sänger namens J.R. Rieger. Sollte doch mit dem Teufel zugehen, wenn das nicht "unser" Johnny wäre. Und ein gewisser Alex Logel bediente dort schon wunderbar die Tasten.
Jetzt hat Johnny Rieger die "Additional Musicians" verlassen und ist Namensgeber für die ganze Band. Neben ihm greift inzwischen Timo Gross in die Saiten. Marcel Millot an der Schießbude und Umbo am Bass sind ebenfalls nicht ganz unbekannt - man kennt sie als Bandmitglieder bei Laith Al-Deen und Paul Young, also ebenfalls hochklassig.
Wie kann sich ein relativ unbekannter Mann mit soviel Prominenz umgeben? Das Booklett ist dünn und gibt nicht viel her, nur, dass Johnny Rieger die Stücke selbst geschrieben hat. Also, hören wir mal, was der junge Mann zu sagen hat.
Bei Come On ist die Stimme noch dünn und klingt sehr jung. Johnny Rieger ist halt erst 25 Jahre. Dafür gibt Timo Gross auf der Gitarre ziemlich Gas. Das ändert sich ab Heaven Cries ganz erheblich. Johnny Riegers Stimme steht deutlich im Vordergrund - und bleibt selbst in den höheren Lagen immer volltönend. Bei No Water wird die Stimme dann bluesig-dreckig - und klingt richtig gut.
Trotzdem hört man immer, dass der Sänger noch jung ist, aber das ist nicht unbedingt von Nachteil. Er zählt eben zur "New Generation of Blues". Zusammen mit der bedienten Band schafft er's auf die besseren Plätze. Bei Lying Here swingt Johnny Rieger wie ein Alter. Richtig gekonnt!
"Music makes me - happy, Music let me feel free." - Happy klingt richtig geil. Man glaubt Johnny Rieger jedes Wort. Gibt's etwas besseres als Musik?
Mit Lucky geht er in die Schlussrunde. Noch mal geben alle alles, besonders Axel Logel an der Hammond-Organ geht begeistert in die Tasten.
Johnny Rieger klingt, wie er ist. Und er ist vor allem jung. Natürlich kann er hin und wieder seine Stimme "dreckig" machen, aber in dem Alter kann man das kaum durchgängig erwarten. Trotzdem macht es Spaß ihm zuzuhören, eben weil man merkt, dass er ein kommender Sänger ist. Mit der geilen Gruppe, die er da zusammen hat, kann er eines Tages zu den großen des Blues gehören. Vorläufig werde ich mir Johnny Rieger mal vormerken. Nicht, dass nachher die Post abgeht, und ich hab wieder nichts mitgekriegt. Und die Post wird irgendwann abgehen. Bis dahin heißt es für Johnny Rieger durchhalten und: "Rock the Blues!"
[Anmerkung: Die hier vertretene Band ist nicht die reguläre Bühnenbesetzung. Live gibt es Johnny Rieger entweder solo oder als Trio mit zwei jungen und sehr kompetenten Musikern, mit denen es, lt. Johnny, "gut harmoniert und immer schön wild wird"; Red.]
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