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| Stranger Inside, K-Scope, 2008 |
| Richard Barbieri |
All Instruments, Programming |
| Gäste: |
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| Gavin Harrison |
Drums (Cave, All Fall Down) |
| Steve Jansen |
Percussion, Programming |
| Danny Thompson |
Acoustic Bass (All Fall Down) |
| Produziert von: Richard Barbieri |
Länge: 51 Min 20 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Cave | 6. Abyssyn |
| 2. All Fall Down | 7. Morphia |
| 3. Hypnotek | 8. Retina Blur |
| 4. Byzantium | 9. Stranger Inside |
| 5. Decay | |
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Der Name Barbieri ist Programm und zwar durch und durch elektronisch mit modernster Technik. Und alles eine große Familie. Im Kreise seiner liebsten Mitstreiter gründete Richard Barbieri 1976 zusammen mit dem hier als Gastmusiker vertretenen Steve Jansen die Formation JAPAN, eine spätere Reunion mit ein und denselben Musikern nannte sich RAIN TREE CROW. Zusätzlich existiert zeitweilig noch eine weitere Zusammenarbeit mit Steve Jansen, die mehr in die Pop-Ecke gehört, nämlich die DOLPHIN BROTHERS. Seit 1993 drückt Barbieri bei PORCUPINE TREE die Tasten und ist somit inzwischen in der Prog-Szene ein fester Begriff.
Hier treffen wir weitere Angehörige und Verbündete. Dieses Album wurde selbstverständlich von seinem Mastermind Steven Wilson gemastert, gleichwohl liegt die Verantwortlichkeit der Produktion beim Protagonisten selbst. Schließen wir den Freundesreis mit der Feststellung, dass PT-Schlagzeuger Gavin Harrison in Cave und All Fall Down unterstützt.
Jeder bekommt also seine Credits, mit dem Umfeld von PORCUPINE TREE lassen sich auf Grund der eingetretenen Popularität schließlich ein paar Geldstücke verdienen. Und na klar, diese Solo-Scheibe ist elektronisch bis unter die Haarspitzen. Man merkt, welche Sounds den Mann in den letzten Jahren beeinflusst haben. So vermengt er Musik aus der Steckdose mit typischen Synthies und einigen Soundsamples. Immer nach dem Motto: Alles was der Computer so hergibt. Ob das allerdings wirklich gut ist?
Ganz ehrlich, das eröffnende Cave hat auf der einen Seite seine spannenden Momente, klingt ansonsten allerdings eher nach einem Soundtrack, der danach schreit, im nächsten Science-Fiction-Streifen verarbeitet zu werden. Das ist keinesfalls neu und mit der Ablage in der Schublade "Artrock" erhält die Nummer ihre schlichte Daseinsberechtigung. Atmosphärisch? Jein, auch das nur bedingt. Denn insbesondere durch die sterilen Drums hat man eher den Eindruck einer rechnerisch richtigen Darbietung, als wenn mit Herz und Seele gespielt wird.
Skippen wir weiter zu All Fall Down und voilà, wir befinden uns in der Welt des sog. "New Artrock" mit allen Verwandten der neuen Zeit, die bereits aufgezählt wurden. Der Acoustic Bass von Danny Thompson klingt toll und doch wurden die drei Minuten recht eintönig abgespult.
Gehört und vergessen, so kann und wird es passieren, wenn dem Hörer nicht ansatzweise irgendein Beweggrund für diese musikalische Abwicklung unters Kopfkissen gelegt wird. Spätestens in Hypnotek wird zunehmend klar, dass Barbieri, anders als vielleicht erwartet, eher dezent mit seinen Gerätschaften umgeht. Zahlreiche Instrumente werden imitiert und wenn es nicht geschlagene 8 Minuten dauern würde, könnte man der Sache positives abgewinnen.
Die eingeflochtenen Gesangspassagen kann man getrost als minderwertige Beilage betrachten, sie tragen so gut wie nichts dazu bei, die Songs zu veredeln.
Nun soll wahrlich nicht der Eindruck entstehen, dass alles schlecht ist. Bei Barbieri liegt die Messlatte für gewöhnlich sehr hoch, und die ambienten Phasen wie zum Beispiel in Byzantium oder Morphia gleiten gemütlich und wenig abstoßend ins Ohr, doch dafür rettet uns in Retina Blur nur eine gehörige Portion Aufputschmittel vor dem wegdösen. Ob das wirklich alles so beabsichtigt ist?
Das zweite Solo-Album des mir bekannten und überragenden Richard Barbieri ist gewöhnungsbedürftig, hat nichts mit seinem Schaffen bei PORCUPINE TREE zu tun und wenn ich ehrlich bin, ist die Scheibe zu mindestens zweidrittel langweilig. So überflüssig wie ein oberbayerischer Weiberkropf!
[Wieso hacken alle auf Bayern herum? Fred]
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