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| Peace Sign, Richie Kotzen Music, 2010 |
| Richie Kotzen |
All instruments |
| Gast: |
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| Dan Potruch |
Drums on four tracks | |
| Produziert von: Richie Kotzen |
Länge: 49 Min 36 Sek |
Medium: CD |
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| 1. My Messiah | 7. You Got Me |
| 2. Long Way From Home | 8. Your Entertainer |
| 3. Paying Dues | 9. Catch Up To Me |
| 4. Peace Sign | 10.Lie To Me |
| 5. Best Of Times | 11. Larger Than Life |
| 6. We're All Famous | 12. Holding On |
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Mit diesem Mann ist es so, dass man scheinbar älter werden muss, damit er einem gefällt. Ich weiß noch, wie ich den Glauben an die rockende Zunft verlor, als er Paul Gilbert bei MR. BIG beerbte und aus dem treibenden Rock plötzlich Bluesrock wurde. Als ich dann vor ein paar Jahren bei einem anderen Onlinemagazin die CD Into The Black rezensieren durfte, war ich auch nicht so richtig überzeugt. Danach erschien dann das Album "Live For Tomorrow" auf welchem er gemeinsam mit dem Bassmann Marco Mendoza schon etwas mehr in Richtung AOR gepaart mit bluesigen Einsprengseln ging. Das gefiel mir dann wieder besser. Nun dreht sich also sein neuster geistiger Erguss in meinem CD-Player. Peace Signs ist eine klassische Verbeugung vor Mr. Jimi Hendrix. So könnte dieser genialste Gitarrist unseres Planeten heute wohl klingen. Und diese Scheibe klingt durch und durch nach der britischen Band SKIN. Kennt die hier wer? Nicht diese Band mit der glatzköpfigen Sängerin. Nein, die kommen aus den Staaten. Ich meine diese 4-Mann-Krachkapelle von der Insel, die 1996 (?) im Vorprogramm von WHITESNAKE alles in Grund und Boden gespielt haben. Die konnten so abgrundtief bluesen und hardrocken, dass es eine helle Freude war.
Nun, inzwischen habe ich erfahren, dass sich diese Combo nach 11 Jahren wieder ins Studio begeben hat. So lange die aber noch nicht wieder mit einer vollwertigen Scheibe vorspielen, nutzen wir eben die Zeit und genießen Peace Signs von Mr. Kotzen. Schon mit My Messiah und dem folgenden Long Way From Home wird der Hut vor Jimi Hendrix so tief gezogen, tiefer geht nimmer. Danach Paying Dues mit seinem ausufernden und fast nicht enden wollenden Gitarrensolo am Ende, es ist schon in der ersten Viertelstunde die reinste Freude, sich dieses Album anzuhören. Der Titeltrack selbst kommt als eine angefunkte Hendrix-Nummer aus den Boxen, die man so auch von Lenny Kravitz gehört haben könnte. Und in diesem Fahrwasser geht es munter weiter. Richie Kotzen spielt sich die Finger wund, groovt sich an den Drums durch einen Großteil der Songs und weiß mit seiner angenehm angerauten Stimme zu überzeugen.
Ich merke schon, ich musste älter werden, um diese Musik zu mögen, denn das gefällt mir ausnahmslos gut und macht von vorne bis hinten richtig Spaß anzuhören, auch wenn dem guten Mann zum Ende hin etwas die Puste ausgeht. Ein paar Ecken und Kanten mehr hätten diesem Album schon noch gut getan. So muss handgemachte Musik heute klingen, nein so muss Musik überhaupt heute klingen und nicht wie das, was man Tag für Tag im TV vorgesetzt bekommt und niedlich nach Oslo fährt. Solange es noch Menschen gibt, die Musik so spielen und leben, habe ich den Glauben an den Untergang des musikalischen Abendlandes noch nicht verloren!
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