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| Digital Ghosts, InsideOut Music, 2009 |
| Gary Wehrkamp |
Electric & Acoustic Guitars, Bass, Keyboards, Vocals, Drums |
| Brendt Allman |
Electric & Acoustic Guitars, Bass, Keyboards, Vocals |
| Carl Cadden-James |
Bass, Vocals |
| Brian Ashland |
Lead Vocals, Guitar |
| Gäste: |
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| Ralf Scheepers |
Vocals (Strong) |
| Clay Barton |
Vocals (Venom) |
| Srdjan Brankovic |
Guitar (Strong) |
| Vivien Lalu |
Keyboard (Gold Dust) |
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Länge: 55 Min 29 Sek |
Medium: CD |
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| 01. With Honor | 05. Strong |
| 02. Venom | 06. Digital Ghosts |
| 03. Pain | 07. Haunted |
| 04. Gold Dust | |
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SHADOW GALLERY legen uns mit "Digital Ghost" ihr sechstes Studioalbum vor und ich bin ein wenig überrascht, dass bis heute zu dieser Band aus Amerika noch nichts (im HoR) geschrieben wurde. Denn sie zählen neben DREAM THEATER und SYMPHONY X zu den Großen der Prog Metal Szene. Okay, so mancher konnte sich eventuell mit dem süßlichen, kitschigen Sound der früheren Alben, wie z.B. das selbstbetitelte Werk (1992) oder "Tyranny" (1998) nicht anfreunden. Ich, und viele andere sicherlich auch, lieben diese Werke! Hörte man gerade bei den frühen Werken bombastisch, symphonisch ausgelegten Prog Metal mit vielen Chorgesangspassagen, was zu folgender Aussage führte, die in meinem Waschzettel abgedrückt ist und dem ich zustimme: "SHADOW GALLERY sind für den Metal was QUEEN für den Rock waren."
Mit "Room V" (2005, gelungene Fortsetzung des Konzeptalbums "Tyranny") konnte die Truppe, die zuvor bei dem Label Magna Carta waren, bei InsideOut andocken.
Nun aber zu "Digital Ghost", das erstmalig kein Konzeptalbum ist, trotzdem ein Thema als roten Faden beinhaltet, und zwar setzt man sich in den sieben Songs mit Verlust auseinander. Ja, gerade mit diesem Thema mussten SHADOW GALLERY letztes Jahr im Oktober eine schmerzliche Erfahrung hinnehmen, als ihr langjähriger Weggefährte und Vokalist Mike Baker unerwartet an einem Herzinfarkt verstarb. Um Mike zu ehren und da sich die Arbeit zu "Digital Ghosts" bereits in einem fortgeschrittenem Stadium befand, entschloss man sich das Werk zu Ende zu führen. Ich brauche ja wohl nicht extra zu erwähnen, dass sich die Fans über diese Entscheidung freuen.
SHADOW GALLERY haben sich mit "Digital Ghosts" ein wenig verändert, das fällt zwar mit dem ersten Track With Honor nicht auf Anhieb auf, denn dieser macht erst einmal dort weiter wo sie mit "Room V" aufhörten. Es wechseln ruhige Passagen mit energiegeladenen Momenten, auch gibt es den fantastischen Chorgesang, der sich zum Markenzeichen der Truppe entwickelt hat. Zum neuen Mann am Mikro, dessen Stimme sich angenehm ins Ohr drängt, kommen später noch einige Worte. Während der Suche nach einem Sänger, der den Platz für den verstorbenen Mike einnimmt, hatte man Songs mit mehreren Sängern aufgenommen, zwei Songs mit diesen Gastsängern sind nun auf "Digital Ghosts" verewigt. Da wäre zu einem Clay Barton, manchem sicherlich bekannt von der Truppe SUSPYRE, der sich auf Venom den Gesangspart mit Carl Cadden-James teilt. Ja, hier ist schon mal die musikalische Veränderung deutlich zu hören, dringt die Musik doch wesentlich druckvoller aus den Boxen. Der von mir bereits erwähnte süßlich kitschige Sound ist für mich jedenfalls nicht mehr vorhanden, obwohl ich gerade diesen eigentlich mochte.
Der andere Gast am Mikrophon ist Ralf Scheepers (PRIMAL FEAR) auf Strong. Tja, hier gibt es eigentlich schon puren Metal auf die Ohren, der mich aus der Sicht des Proghörers am wenigsten beeindruckt, wenn ich ehrlich bin. Okay, ab und zu höre ich auch mal Metal, wie z.B. IRON MAIDEN, zu denen man einen Vergleich ziehen könnte.
Während den Aufnahmen mit den verschiedenen Vokalisten konnten sich die Jungs für einen festes Mitglied erwärmen, und zwar handelt es sich bei dem Mann mit der angenehmen Stimme (hatte ich ja bereits beim Song With Honor geschrieben) um Brian Ashland. Die Klangfarbe seiner Stimme erinnert sehr stark an Geoff Tate von QUEENSRŸCHE, ganz deutlich zu hören bei Pain, das eine balladeske Songstruktur hat ohne weichgespült zu sein. Auch an den Instrumenten hat man Unterstützung gefunden, der Gitarrist Srdjan Brankovic (EXPEDITION DELTA, ALOGIA) auf Strong und an den Tasten Vivien Lalu (SHADRANE) ist bei Gold Dust zu hören. Bei letzterem Track gibt es ein schönes Wechselspiel der Tasten mit Gitarren auf die Ohren.
Mit Haunted setzt die Band auf gewohnte Klänge, fängt sehr ruhig und getragen an, und man vernnimmt Leadgesang und Chor im Wechsel zu Pianountermalung. Es folgt ein Solo á la Brian May, nimmt durch aggressives Riffing immer mehr Fahrt auf und gipfelt in ein bombastisches Finale. Das Gesamtbild dieser Nummer ist wunderschön, melodiös und ergreifend.
Ja, SHADOW GALLERY haben uns mit "Digital Ghosts" ein emotionales und zugleich komplexes Album serviert, besser kann man Mike Baker nicht die letzte Ehre erweisen.
Mir liegt leider nur die normale CD-Version vor, jedoch gibt es "Digital Ghosts" auch als Limited Edition mit 4 Bonus Tracks, darunter befindet sich eine nicht veröffentlichte Demo-Version mit dem Gesang von Mike Baker.
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