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| Firewall, Sonic-X, 2007 |
| Daniel Galda | Lyrics, Vocals |
| Jörg Hüttner | Songwriting, Sound design, Arrangements |
| Gäste: | |
| Vicki | Female vocals |
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| Produziert von: Skorbut |
Länge: 57 Min 58 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Venesection | 7. A second of perfection |
| 2. Firewall | 8. Valium 2 |
| 3. 9 lives later | 9. She gave me up |
| 4. De(ad)cibel | 10. Antikörper |
| 5. Valium 1 | 11. 9 lives later (Video edit) |
| 6. Getting colder | 12. Fragments (X-mix by Boris Black) |
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Wer sein Seelenheil vom Einsatz von Gitarren auf einem Album abhängig macht, der ist bei SKORBUT von Anfang an verraten
und verkauft. Hier regiert Elektro pur, wummern die programmierten Beats und ziehen das tanzwütige Clubpublikum mit nahezu
unwiderstehlicher Penetranz auf die Tanzfläche.
In diesem Ambiente funktioniert "Firewall" sicher auch perfekt. Hypnotischer Endzeitelektro, irgendwo klinisch steril und
etwas unterkühlt, aber präzise auf den Punkt kommend. Einerseits voll einnehmender Monotonie, andererseits mit
cineastischen Klangkonstrukten ausgestattet, die diese wieder aufbrechen und relativieren. Also genau der Stoff aus dem
die Träume hyperaktiver Elektrolurche mit unbändigem Bewegungsdrang geschaffen werden.
Potentielle Hits? Natürlich! Stücke wie 9 lives later oder Antikörper zünden auf Anhieb und dürften auf
Anhieb für überfüllte Tanzflächen sorgen. Der Rest des Materials fällt kaum ab und bietet den Djays und Djanes dieser Welt
ein buntes Füllhorn an Alternativen.
"Firewall"s große Stärke, seine dominante Ausrichtung auf die Tanztempel, ist aber zugleich auch seine Achillesferse.
Außerhalb dieses Refugiums finden sich kaum Gelegenheiten, das Album wirkungsvoll zum Einsatz zu bringen. In den
heimischen vier Wänden oder gar im Auto auflegen? Schwer vorstellbar. Einzelne Stücke.. okay, das mag noch angehen. Über
die komplette Distanz muss man aber schon ziemlich hartgesotten sein, um nicht vorzeitig resignierend die Segel zu
streichen und nach einem anderen Silberling zu greifen.
Der Qualität des Albums tut dies keinen Abbruch. Man muss einfach wissen, worauf man sich bei "Firewall" einlässt und ganz
ehrlich: Wer meint, mit einem Lamborghini einen Off road-Parcour bewältigen zu müssen, der braucht sich über einen
Achsenbruch auch nicht zu wundern.
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