|
|
| World Entry, Metal Heaven, 2007 |
| Peter Grundström |
Vocals |
| Jan Åkesson |
Guitars, Keyboards, Bass |
| Jaime Salazar |
Drums |
| Produziert von: Jan Åkesson |
Länge: 41 Min 03 Sek |
Medium: CD |
|
 |
 |
| 1. Deal With The Devil | 6. Magic Signs |
| 2. Body Talk | 7. Before I Go |
| 3. Words Are Not Enough | 8. Cold Blood |
| 4. City Of Illusion | 9. One Love One Heart |
| 5. Rest My Eyes On You | |
 |
Schweden. Und man kennt sie nicht. Unfassbar. Dabei sind die beiden Chefs Jan Åkesson und Peter Grundström schon über 40. Immerhin sind wenigstens Pontus Lindmark und Anders Theander an der Produktion beteiligt gewesen, sonst hätte man es ja überhaupt nicht mit den üblichen Kandidaten zu tun.
Man muss sich aber keine grauen Haare wachsen lassen, außer den Namen ist alles ganz normal. Melodic Rock mit mal mehr oder weniger harten Passagen und mal mehr oder weniger Balladenballast. Covergestaltung, Logo, alles wie immer, alles im hochwertigen Klischeebereich skandinavischer Mainstreammucke.
Man tut sich als neutraler Beobachter seit Jahren schwer mit dieser Dutzendware vom Reißbrett, nur manchmal sind echte Feger dabei, die dann aber meist wie alle anderen im aufgewirbelten Staub der zig Veröffentlichungen untergehen. STONE LAKE sind keine Feger, bestenfalls Handbesen, die ihren Job zwar durchaus ordentlich erledigen, aber eben nur für den Flur zu gebrauchen sind. Den Hof kehren andere Kaliber.
Ganz übel: Die Produktion der Drums. Mag Jaime Salazar tausendmal ein achtenswerter Schlagzeuger sein (u. a. bei ALLEN/LANDE zugange), das Ploppen hier klingt dermaßen künstlich, dass es einem ausgemachten Percussionfan die Laune vergält.
Nicht viel besser sind die Keyboards von Åkesson, die Ähnlichkeit zu leicht brennbaren Synthetiktextilien aufweisen. Kleben auf der Haut und sind null atmungsaktiv. Mensch, da redet man vor zwei Tagen noch, aber es war zu spät. Hier waren mal wieder "Soundtüftler" der anderen, verwerflichen Art am Werk.
Deutlich besser kommt Herr Åkesson mit seiner Gitarrenarbeit weg. Da sind die typischen, großflächigen Soli, solide Rhythmustechnik und klassische Malmsteen- und Vai-Anwandlungen in ihren verschiedenen Ausprägungen zu hören. Kann man mögen, muss man nicht, aber daneben ist es keinesfalls.
Gleiches gilt für Peter Grundström, den Sänger. Angenehme Stimme, leider oft in genitaliengefährdenden Höhen, und prompt kackt er auch ab, wenn es wie beim finalen One Love One Heart mal in normalen Tonlagen zugeht. Das sind doch die Momente, wo ein Produzent eingreifen und dem Sänger dezent mitteilen muss: "Junge, noch mal von vorne, das leiert erbärmlich."
Ja, Songs sind auch auf der CD. 9 an der Zahl. Alle solide, alle brav, keine Fluchtversuche nach oben, keine ganz und gar unerträglichen Gruselschmonzetten. Ordentlicher Durchschnitt allenthalben. Für einen "World Entry" wird es nicht reichen, die Genrefetischisten werden ihren Spaß haben.
P.S.: Die Besetzung ist schon nicht mehr ganz aktuell, Salazar war wohl nur für die CD geheuert und ein fester Bassist namens Lasse Johansson ist mittlerweile dabei.
Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:

|