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| Mare Nostrum, Locomotive Records, 2008 |
| Christiano Borchi |
Vocals |
| Pierangelo Giglioni |
Guitars |
| Gianpaolo Caprino |
Guitars, Keyboards, Vocals |
| Francesco Bucci |
Bass |
| David Folchitto |
Drums |
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Länge: 46 Min 55 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Mare Nostrum | 6. Scorn |
| 2. Neon Karma | 7. And The Wind Shall Scream My Name |
| 3. Legacy Of The Snake | 8. Dimension: Hate |
| 4. Emet | 9. Stormlord |
| 5. The Castaway | |
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Die Jungs von STORMLORD haben schon ein paar Jahre auf dem Buckel, was man auch ihrer Diskographie ansieht. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Band mir persönlich noch nicht allzu häufig über die Ohren gelaufen ist. Seid froh, denn dann geht ein Schreiberling vollkommen unvoreingenommen an die Sache ran. Mit immerhin 45.000 verkauften Alben schimpft man sich die erfolgreichste italienische Extreme Metal Band.
"Mare Nostrum" bedeutet für uns, dass wir gemeinsam mit STORMLORD auf hohe See stechen. Hoffentlich sind sie kein gestrandeter Dreimaster [Prrrust; Red.]. Was sie auf alle Fälle nicht sind, ist eine 1 zu 1-Kopie einer anderen Band, denn was wir hier hören, erscheint schon irgendwie einzigartig. Die Musik ist knallhart und trotzdem extrem atmosphärisch.
Die neue Scheibe ist der Nachfolger von "The Gorgon Cult" aus dem Jahr 2004. Das Cover, für das ein gewisser Gyula Havanczak verantwortlich zeichnet, verdeutlicht nur zu genau, um was es sich musikalisch handelt. Der Mann entwarf übrigens auch schon für Bands wie ANNIHILATOR, DESTRUCTION und GRAVE DIGGER die Hüllen, und ja, das ist geschmackvoll.
Schon fast filmreif ist der Titel-, zugleich Eröffnungssong. Da fällt auf, dass der Sound stimmt. Alles druckvoll und sauber differenziert. Dem tiefen Gesang von Christiano Borchi kann ich zu Beginn einiges abgewinnen, allerdings sei angemerkt, dass er in der Folge zumeist wie eine strangulierte Katze aus dem Boxenkäfig herausschallt. So ist es also viel mehr die Musik, die mich ein ums andere Mal verblüfft. Zeitweise finden wir durchaus, wie in Neon Karma, auch melodische Aspekte vor, dazu gesellen sich symphonische Parts. Wir stellen fest, dass man ohne diese Art von Gesang wohl nicht zum Extreme Metal gehören würde, soll heißen, dass die Band in der Lage ist, wirklich herausragende Songs zu schreiben. Das dreckige Gegröle gehört für den Fan wahrscheinlich dazu. Herrje, ich werde nie mehr ein richtiger Metaller.
Vom Schlagzeug gibt es echte Feuersalven. Beeindruckend, wie zielsicher der Drummer in Emet wirkt, noch dazu die wahren Tastenteppiche, auf denen sich die weiblichen Chöre ausbreiten. Und auch stilistisch befindet sich noch mehr im Köcher von STORMLORD. Ein wenig Folk in The Castaway, ein bisschen purer Death-Metal in And The Wind Shall Scream My Name, und das alles von Anfang bis zum Ende mit unheimlicher Intensität und enormer Power.
Ich werde mich nicht als neuer Fan des Epic Metal outen, aber das Album "Mare Nostrum" ist gut gemacht, bietet viel Abwechslung und ist, zumindest musikalisch, für mich eine Ohrenweide. Und deswegen bin ich mir sicher, dass die Scheibe in der Szene recht großen Anklang finden wird.
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