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Forever More
Forever More, Tesla Electric Co. Recordings, 2008
Jeff Keith Vocals
Frank Hannon Guitar
Dave Rude Guitar
Brian Wheat Bass
Troy Luccketta Drums
Produziert von: Terry Thomas Länge: 51 Min 01 Sek Medium: CD
1. Forever More7. Breakin' Free
2. I Wanna Live8. All Of Me
3. One Day At A time9. The First Time
4. So What10. Pvt. Ledbetter
5. Just In Case11. In A Hole Again
6. Fallin' Apart12. The Game

Laut Promo-Leaflet soll das hier Hardrock sein. Ah ja. Bevor jetzt aber jemand auf die Idee kommt, dass ich das schlecht finde: stimmt nicht. Es macht zwar dem Begriff des Hardrocks wie ich ihn verstehe den Garaus, weil die Riffs nicht so melodisch sind wie, sagen wir mal, auf den alten AEROSMITH CDs, mitsingbar und -pfeifbar. Hier liegen eher Riff-Blöcke auf der Fahrbahn, aufpassen und nicht rumpfeifen.

But times are moving on und: in letzter Zeit gab es ja jede Menge Scheiben von den Classic Rock Bands, die nicht alle waren so toll waren, dass man dafür €1,50 ausgegeben hätte, oder gar noch mehr. Lahmes Songwriting, schlafe Produktion, übles Gesinge. Gute Leistungen abgeliefert haben EXTREME mit "Saudades de Rock" (gleichzeitig der Preis für den merkwürdigsten Titel erhalten) und eben TESLA mit den "Real To Reel" CDs und nun eben mit "Forever More". Aber wenn man die "Real To Reel" Coverversionen gehört hat, hat man insgeheim vielleicht auf mehr von demselben gehofft, und das gibt es hier nicht. Selbst die Klassiker im TESLA Backkatalog, "Bust A Nut" oder "Psychotic Supper", liegen nicht unbedingt in musikalischer Nähe.

Die Gitarrenarbeit von Hannon und Rude ist wie immer bei TESLA exzellent, Rhythmsections Arbeit unterstützt dies nach Kräften. Keith singt eben wirklich ein bisschen so wie Kruger, dennoch hat das hier genug eigene Ecken und Kanten, und ist kein NICKELBACK-Lookalike (hier gibt's ja auch Soli jede Menge - gut, das!).
Positiv gesehen fällt fast kein Song ab, negativ gesehen sticht aber auch keiner hervor. Aber wer sieht die Dinge schon negativ, wenn es hier mehr Ideen als auf der letzten WHO und QUEEN + P.R. CD zusammen gibt, und hier rockt es wirklich (hätten doch QUEEN und P.R. sich mal mit den TESLAs unterhalten, was Produktion und Sound angeht!). Fast hofft man auf eine Atempause in all den Gitarrenwänden, die es aber nicht gibt. Gott sei Dank.

Tracks: One Day At A Time schiebt sich an die Pole Position, dicht gefolgt vom Titletrack. Auf dem letzten Platz landet das balladeske Fallin' Apart, wegen seines Allerwelts-Refrains, aber wie gesagt, letzter Platz hier ist trotzdem gut, und im Konzert wird das ein Knaller, raus mit den Feuerzeugen.
Breakin' Free ist schön düster, All Of Me erinnert and DEMONs Meisterwerk "Spaced Out Monkey" - etwas abgedreht, mit Soundspielereien im Hintergrund. First Time ist exemplarisch in seiner Abwechslung zwischen Akustik- und E-Gitarren, schön dynamisch.
Die CD ist gut. The face of modern Hardrock, Ladies and Gentlemen.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 10.10.2008

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