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| The Wild, The Willing And The Innocent, Chrysalis Records, 2009 (1981) |
| Phil Mogg |
Vocals |
| Pete Way |
Bass |
| Paul Chapman |
Guitars |
| Andy Parker |
Drums |
| Neil Carter |
Keyboards, Guitar, Vocals |
| Produziert von: UFO |
Länge: 54 Min 00 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Chains Chains | 7. Couldn't Get It Right |
| 2. Long Gone | 8. Profession Of |
| 3. The Wild, The Willing And The Innocent | Bonus Tracks: |
| 4. It's Killing Me | 9. Long Gone (Live 1981) |
| 5. Makin' Moves | 10. Lonely Heart (Live 1981) |
| 6. Lonely Heart | 11. Makin' Moves (Live 1980) |
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Nach dem Ausstieg des deutschen Gitarrenwunderkindes Michael Schenker und zu Recht als Klassiker des Genres gehandelten Alben wie "Lights Out" (1977) und "Obsession" (1978) wähnten nicht wenige das britische Hardrockflagschiff um Frontröhre Phil Mogg am Ende und wendeten der Band, die mit dem Livealbum "Strangers In The Night" 1979 neue Maßstäbe in punkto Livepräsentation und dessen Konservierung auf Tonträger setzte, enttäuscht den Rücken zu.
Vollkommen zu Unrecht wie sich zeigen sollte, holte man doch mit Paul Chapman einen alten Bekannten in die Band, der die Jungs in der Vergangenheit bereits schon aufgrund diverser Aussetzer des Herrn Schenker (die Themen Alkohol und übermäßiger Genuss diverser toxischer Substanzen lasse ich in diesem Zusammenhang bewusst außen vor) livehaftig unterstützt hatte und demzufolge genau wusste wie man den Sound am effektivsten zu bereichern hatte.
Stilistisch sicherlich kaum mit seinem Vorgänger zu vergleichen, dafür agierte Chapman nicht virtuos genug, weshalb er sein Hauptaugenmerk auf einfache, aber auf den Punkt gebrachte Riffs und Nuancen richtete, erschien 1980 in Form von "No Place To Run" das erste Post-Schenker Album, welches trotz der erdigen und gewöhnungsbedürftigen Produktion des ehemaligen BEATLES Produzenten George Martin bereits andeuten konnte, zu was die Band künftig auch ohne Schenker fähig sein würde.
Mit dem später u. a. bei Gary Moore zu Ruhm und Ehre gekommenen Neil Carter an der zweiten Gitarre und an den Keyboards verstärkt, erschien 1981 mit "The Wild, The Willing And The Innocent" das aus meiner Sicht neben dem 83er Werk "Making Contact" beste Album der Chapman Phase, das just endlich in remasterter Form und mit überaus reich bebildertem Booklet sowie Liner-Notes seine Wiederveröffentlichung feiern darf.
Angesichts zeitloser Riffmonster der Marke Makin' Moves oder des flotten und mit eindringlicher Gesangsleistung von Mogg angereicherten Openers Chains Chains mag man es kaum für möglich halten, dass diese Scheibe bei Erscheinen von der breiten Masse so ignoriert werden konnte. Hier saß jede Note, die Rhythmusabteilung agierte punktgenau, und Chapman hatte im Gegensatz zu seinem Vorgänger die Gabe, im Sinne des Songs zu handeln, und spielte deshalb gerne mal eine Note weniger, was die Sache um einiges effektiver erschienen lies.
Der Abwechslung halber wurde (seinerzeit in diesem Genre eine Todsünde sondergleichen) auf dem melodischen Lonely Heart auch mal auf den Einsatz des Saxophons zurückgegriffen und mit dem zuckersüßen It's Killing Me hätten BON JOVI auf ihrem ein paar Jahre später erschienenen Debüt zu Recht stolz sein können.
Dass zu einer zünftigen Hardrockkapelle auch mindestens eine Ballade pro Album gehört, haben UFO ja bereits vor "The Wild…" in Form des wunderschönen Try Me oder des unverwüstlichen Love To Love nachdrücklich unter Beweis gestellt. Das hier vertretene Profession Of Violence stellt aber sämtliche vorherigen Versuche in den Schatten und lässt mir auch heutzutage immer noch eine meterdicke Gänsehaut nach der anderen über den Körper jagen. Gefühlvoller kann man Emotionen gar nicht in Noten packen und das zum Ende hin intonierte
Gitarrensolo von Chapman zählt für mich zu den 10 größten Momenten in diesem Bereich überhaupt.
Angereichert mit 3 Bonuslivetracks (Long Gone, Lonely Heart und Makin' Moves) kann diese Scheibe all jenen ans Herz gelegt werden, die auf abwechslungsreichen und zeitlosen Hardrock der
Extraklasse stehen und deren Interesse für die Band nach Schenkers erstem Ausstieg nachgelassen oder ganz aufgehört hat zu existieren.
Für mich wird es ein ewiges Rätsel bleiben, weshalb "The Wild…" in der Discographie der Band nicht mindestens den gleichen Stellenwert besitzt wie "Lights Out" oder "Obsession". Wenn uns jetzt noch "Makin' Contact" in ähnlicher Form wieder zugänglich gemacht wird, bin ich rundum
glücklich.
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