|
|
| Same/Same... But Different - Alive, Metal Heaven, 2007 |
| Leon Goewie |
Vocals |
| Peter Bourbon |
Guitars |
| Jan Somers |
Guitars |
| Barend Courbois |
Bass |
| Hans in't Zandt |
Drums |
| Produziert von: Michael Voss |
Länge: 45 Min 39 Sek |
Medium: CD |
|
 |
 |
| 1. Take It Or Leave It | 6. Take Me To The Limit |
| 2. Back In The Ring | 7. Bad Boy For Love |
| 3. No Mercy | 8. She's The Woman |
| 4. May Heaven Strike Me Down | 9. Rock'n'Roll Shower |
| 5. Dream World | 10. Arabia |
 |
Auf die Frage "Habt ihr jemals daran gedacht ein Live-Album zu veröffentlichen…" antwortete Leon Goewie im September 2006 mit "Das wird mit großer Wahrscheinlichkeit in der Zukunft geschehen. Vielleicht sogar eher früher wie später." Zum Zeitpunkt des Interviews waren die Aufnahmen für die jetzt vorliegende CD "Same/Same… But Different" schon im Kasten. Hätte der gute Herr Goewie doch auch gleich sagen können, dass nach 25 Jahren Bandgeschichte im November 2007 diese Platte erscheint. Anyway, jetzt ist sie da und es ward gut.
Dass VENGEANCE eine der vergnüglichsten Livebands im Hard Rock ist, weiß man. Dass es bei den Studioveröffentlichungen Hänger gab, weiß man auch. Ergo bringen die Holländer dieser Tage live ein risikoarmes Best Of Programm plus ein paar Nummern des tollen Comebacks "Back In The Ring". Und zwar durchaus überzeugend, auch wenn ein paar Kleinigkeiten auffallen: Leon Goewie klingt zwischendurch leicht nach Brian Johnson bei einem seiner asthmatischen Anfälle, die alten Songs sind einen Zacken bedächtiger vorgetragen als seinerzeit, mit lediglich 45 Minuten Spielzeit untermauert die Band ihren Status als Vorgruppe respektive Anheizer bei Festivals. Speziell letzteres ist eigentlich betrüblich, weil auch eine volle Show der Herrschaften mal ganz interessant wäre. Oder reicht es tatsächlich nicht für mehr?
Die Setlist: 3x 1986, 3x 1987, 2x 1989, 2x 2006. So gern man VENGEANCE haben muss, so wenig zukunftsweisend ist eine solche Zusammenstellung. Irgendwie wird man an andere Achtziger-Überbleibsel wie z.B. Y&T, GREAT WHITE oder DOKKEN erinnert, die einfach die Kurve nicht mehr gekriegt haben und - leider schon - heute mehr schlecht als recht von ihrem schmalen Ruhm vergangener Tage leben. Dagegen sind manche Dinos aus den frühen Siebzigern nachgerade phantastisch kreativ. Gut, ganz so trübe wie um die anderen "Poser" von vor 20 Jahren steht es um VENGEANCE noch nicht, wie erwähnt war "Back In The Ring" ein feines Album, aber wenn man den Vergleich zu einer ähnlichen Wohlfühl-Band zieht, nämlich zu THUNDER, schneiden die Niederländer nicht gut ab, schließlich waren auch auf den vereinzelten CDs der wenig erfolgreichen Jahre zwischen "Arabia" und "Back In The Ring" immer gute Songs vertreten, die gerne gespielt werden wollen. Muss man sich da ausschließlich auf die "Greatest Hits" verlassen?
Davon abgesehen ist "Same/Same… But Different" ohne jeden Zweifel eine gute Live-CD. Sound astrein (Michael Voss weiß schon wie's krachen muss), Party- und Stampffaktor hoch, Goewie in Entertainerlaune, die beiden Gitarren hochtourig, das Publikum allerorten feierfreudig. Apropos Publikum. Einige Nummern (oder etwa nur der Jubel?) könnten, ähnlich wie diverse Bilder im Cover, beim Bang Your Head mitgeschnitten worden sein, entsprechend laut wird nach der "Zugabe" Arabia verlangt.
Das ist schon eine herzallerliebste Kapelle, nun müssten sie nur noch den Sprung in die Jetztzeit schaffen und baldmöglichst ein weiteres gutes Studioalbum vorlegen, dann klappt es auch mit einer Headlinertour und einer zeitgemäßen Setlist. ROSE TATTOOs Bad Boy For Love darf aber gerne drin bleiben.
Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:

|