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Voodoo Six

First Hit For Free

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Locomotive Records
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All Music Guide (englisch)

Unser Disclaimer
First Hit For Free
First Hit For Free, Locomotive Records, 2008
Henry Rundell Vocals
Tony Newton Bass
Dave "Grav" Cavill Drums
Matt Pearce Guitars
Chris Jones Guitars
Länge: 58 Min 53 Sek Medium: CD
1. Faith7. Saints & Sinners
2. No Friend Of Mine8. One More Day
3. Feed My Soul9. Mistaken
4. Walking On Nails10. Shine On
5. Crawl11. Century
6. I Am The Sun12. Slip Inside

Also wenn schon Steve Harris (IRON MAIDEN) behauptet, dass dies das beeindruckendste und beste Debüt sei, das er in den letzten Jahren gehört habe, dann muss man hier zwangsläufig ein gehöriges Ohr riskieren. Wissend, dass "First Hit For Free" unter dem Titel "Feed My Soul" bereits vor geraumer Zeit veröffentlicht wurde und dass dann das ehemalige Label die Scheibe unbeachtet in der Versenkung verschwinden ließ, treibt dieser Umstand einem nur so die Verwunderung ins Gesicht. Da haben die Jungs und Mädels von Locomotive Records ein fahrlässig begangenes Unglück an der Musik verhindert und Gott sei Dank diesen Silberling erneut in die Fangemeinde hinein gegeben. Lots of Thanks! Denn was uns VOODOO SIX hier hindonnern, das ist purer, dreckiger, britischer und ehrlicher Rock, der von der ersten bis zur letzten Minute aus allen möglichen Ecken knallt.

Voodoo Six Die Band gründete sich im Jahr 2003 und konnte bereits zahlreiche erfolgreiche Gigs als Support für die großen MAIDEN absolvieren. Bassist Tony Newton und Drummer "Grav", beide Ex-DIRTY DEEDS, ergeben zusammen mit den erfahrenen Gitarristen Matt Pearce (Ex-MONTERREY, Ex-Tracie-Hunter-Band) und Chris Jones eine mehr als akzeptable und rockige Rhythmusfraktion. Mit Henry Rundell hat man sich eine passende und geile Rockröhre dazu geholt. Fertig ist das Paket, welches sich VOODOO SIX nennt.

Mal sind es die großen AEROSMITH, mal AC/DC und ein anderes Mal THE CULT, die in den 12 Kompositionen durchblicken. Letztlich befinden sich alle Tracks im eigenen VOODOO SIX-Universum. Hier wird nichts neu erfunden, wie und warum denn auch? Es ist oftmals vielmehr die Kunst, aus dem ganzen unüberschaubaren Sammelsurium an guter Rockmusik das Richtige zu verstehen, rauszusuchen und dann umzusetzen. Und genau das ist dieser Formation gelungen.
Ohne jeglichen Firlefanz werden auf diesem Album keine Gefangenen gemacht. In Faith noch zunehmend melodisch, überzeugen im folgenden No Friend Of Mine die erdigen Bass-Läufe und im gesamten die wuchtigen Drums. Das Zusammenspiel dieser beiden Instrumente ist nur zu oft der Garant dafür, dass sich der Rest mächtig und frisch austoben kann. Trotz aller Power bleibt der Refrain von Feed My Soul sofort im Ohr haften und lädt unweigerlich zum Mitgrölen ein. Da werden in Walking On Nails die Guitareffekte ausgepackt, bevor dann ein Stampfer fürs Gemüt das Licht der Welt erblickt hat.
Es gibt wenig bis gar nichts auszusetzen. Saints & Sinners (hat nichts mit dem Werk von WHITESNAKE zu tun) geht genauso in die Hüfte wie das schließende, schnurstracks geradeaus zielende Slip Inside. Da verzeihen wir die üble Schnulze Mistaken doch gerne.

Zu Zeiten der Weinlese haben VOODOO SIX die Trauben ganz schön hoch aufgehangen. Aber bei so viel Souveränität kann ich mir gar nicht vorstellen, dass da nicht schon ein passabler Nachfolger bereits in der Mache ist. "First Hit For Free" ist auf jeden Fall ein Hammer-Album!

Ralf 'Jogi' Ruhenstroth, (Impressum, Artikelliste), 10.10.2008

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