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| Big Kahoona, U 42 Records, 2010 |
| Matthias Lindermayr |
Gesang, Gitarre, Trompete |
| Daniel Nowack |
Perkussion, Keyboards |
| Anton Marx |
Schlagzeug, Perkussion |
| Manuel Schwartze |
Gitarre, Hintergrundgesang |
| Thomas Spitschka |
Bass, Hintergrundgesang |
| Gast: |
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| Valentin Preissler |
Saxophon |
| Produziert von: Brian Reno und Big Kahoona |
Länge: 47 Min 33 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Whimsical Allusions (To A Fairly Non Descript Question) | 7. Electrolyte |
| 2. A World Apart | 8. Better Than The Best |
| 3. Another Place To Stay | 9. Set Me Free |
| 4. Confusion, Delusion | 10. Lost In Reverie |
| 5. Last Men On Earth | 11. Cut It Off |
| 6. W.T.F.R.E.M.I.X | 12. There Ain't Nobody (That's Ever Gonna Stop You) |
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Bei manchen Bands fragt man sich wirklich, warum man sich das antut! BIG KAHOONA ist da zum Beispiel so ein Fall. Psychedelic Indie Rock aus München! Da hätten bei mir eigentlich alle Alarmglocken angehen müssen. Sind sie aber nicht und ich bin hin- und hergerissen, ob mich das stutzig oder dankbar machen soll.
Wenn man sich zuerst mit dem Booklet beschäftigt, darf man einer Band bei der Gestaltung ihres Aufnahmeraumes (vermute ich mal) zuschauen. Der Raum ist schwarz gehalten, lediglich der Boden erstrahlt in abgelatschtem braun, an die Wand ist der Bandname gepinselt, davor steht ein Farbeimer. Je mehr man das Booklet durchblättert, umso mehr Farbe kommt an die Wände, die Jungs tauchen auf und schlussendlich ist alles fertig und geschafft.
Genauso geht's mit der Musik. Am Anfang steht ein Song mit dem unaussprechlichen Namen Whimsical Allusions (To A Fairly Non Discript Question), der mit seinem Trompetenspiel gut auch von den WATERBOYS und ihrem Klassealbum This Is The Sea hätte stammen können. Leicht verstörend, aber irgendwie trotzdem gut. Danach wird etwas mehr Farbe aufgetragen und neben den Instrumenten erklingt auch der Sänger. Vom Stil her bekommen wir eine Mischung aus den BEATLES und den WATERBOYS geliefert, was für einen interessanten Effekt sorgt. Und so geht es munter weiter durch die Songs. Die von der Band genannten Vorbilder PINK FLOYD oder LED ZEPPELIN scheinen dann und wann durch, ohne den Plagiatsvorwurf erheben zu können. Eine leichte Prise Melancholie und fertig sind die gut gefüllten 47 Minuten. Freunde modern gestalteter 70er-Jahre Rockmusik sollten hier mal ein offenes Ohr riskieren. Verkehrt machen kann man damit eigentlich nichts. Warm abgemischt und mit den richtigen Tönen am richtigen Platz, scheinbar ist keine Note zuviel gespielt, kein Wort zuviel gesungen. Trotzdem sind sie keine Minimalisten.
Laut eigener Bandaussage wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass man keine sterilen radiotauglichen Arrangements mit dem klaren Blick auf die Charts produziert. Ich würde sagen, dass ist den 5 Bayern gelungen. Dadurch werden sie leider einer breiten Masse vorenthalten bleiben, aber das ist durchaus so gewollt. Das Album kann ausschließlich bei Konzerten oder über den Mailordershop des Plattenlabels käuflich erworben werden. Das macht die Sache für Neuhörer nicht zwingend einfacher, zeugt aber davon, dass man mit dem ganzen "big business" tatsächlich nichts am Hut haben möchte. Obwohl man auf das ganze große Geld, was man verdienen könnte, verzichtet, liegt hier keine hasardeurhafte CD vor, sondern eine warme Produktion mit einem ordentlich aufgemachten Digi-Pack. Klasse Leistung, bei der den Jungs zu wünschen bleibt, dass man doch irgendwie auf sie aufmerksam wird.
Hatte ich gerade geschrieben, dass man keinen Plagiatsvorwurf erheben kann? Dann will ich das ein bisschen einschränken. Der Strophenteil von W.T.F.R.E.M.I.X ähnelt doch sehr dem Lied Nur zu Besuch von den TOTEN HOSEN.
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