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| Black Pistol Fire, Rifle Bird Records, 2011 |
| Kevin McKeown |
Guitars, Vocals |
| Eric Owen |
Drums |
| Produziert von: Jim Diamond, Michael Rocha |
Länge: 43 Min 15 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Cold Sun | 8. Jackknife Darlin’ |
| 2. Suffication Blues | 9. Black Eyed Susan |
| 3. Where You Been Before | 10. Silent Blue |
| 4. Jezebel Stomp | 11. Without Love |
| 5. Your Not The Only One | 12. Bottle Rocket |
| 6. Trigger On My Fire | 13. So Heavy |
| 7. Sort Me Out |
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Eigentlich sollten diese Jungs BETWEEN ALL CHAIRS oder THE ROCK AND THE HARD PLACE heißen, oder einfach DAZWISCHEN. Man ist aus Austin, Texas, hat eine EP veröffentlicht und nun eben diese CD mit dreizehn Songs zwischen Punk, Ska, Rockbilly, Southern Boogie und normalem Hard Rock Wahnsinn, und das alles mit nur zwei Mann. Wird das jetzt plötzlich Mode, diese traute Zweisamkeit? Neulich Lightnin' Malcolm, und nun die hier.
Eigentlich sollte oder könnte man meinen, diese Reduktion auf das Nötigste - eine furiose Rhythmus/Lead Gitarre, und ein Kraftwerker dahinter bzw. darunter - kann eigentlich nur schiefgehen. Wie viele Möglichkeiten hast du als Duo, einen Song zu variieren?
Genügend, wenn Du überall räuberst, rotzfrech zur Sache gehst, und bei aller Punk'n'Roll Attitüde den Song tatsächlich nicht vergisst - denn das hat - daher meine Referenz zum Rockabilly - bei aller lauten Rasiermesserschärfe jede Menge Melodie und richtiges Songwriting. Fällt aber erst beim zweiten oder dritten Durchgang auf.
Bildlich gesprochen seh' ich dauernd eine in schwarz gekleidete, schlaksige Figur mit einer großen Gitarre vor mir, die wild mit den Beine schlackert, von einem Ende der Bühne zum anderen rennt, auf die Knie fällt, wild in die Menge schauend Solos von sich gibt, dabei die ersten drei Zuhörerreihen mit Schweißtropfen zuschüttet so à la Gene Vincent oder irgend einem frühen Rock'n'Roller. Und immer mal wieder schaut er aus Angst um den Drummer hinter sich, ob der nicht vom Hocker fällt vor lauter Geballer. Tut er aber nicht, denn das ist hier natürlich auch alles kalkuliert und letztlich gebändigt.
Als Vorbilder können sicher die Urahnen von BUDGIE gelten, Black Eyed Susan hingegen hätte einen frühen John Fogerty stolz gemacht. Auch der gute alte Iggy Pop ist nicht ganz fern. Silent Blue rockt'n'rollt, Sort Me Out hat Ska Einflüße, und wenn es wie in Where You Been Before so richtig schön urtypisch den Boogie Train auf die Gleise hebt und abdampft, dann dürfte einer wie George Thorogood ein Grinsen über beide Backen haben. In seinem archaischen, verzerrten Sound bei gleichzeitigem gutem Songwriting erinnert die Songs außerdem an frühe GRAND FUNK Tracks (ja, nur eben ohne Bass!), die ja bei allem Heavy Gebratze auch immer gute Hooklines lieferten - wie BLACK PISTOL FIRE etwa bei You're Not The Only One (wo sie auch gleichzeitig zeigen, das sie was von Dynamik verstehen - guter Songaufbau). Der Jezebel Stomp könnte auch einem Robin Trower zugeschrieben werden.
Und so führt das hier über verschiedene Umwege an die Anfänge des Hard Rock zurück, ist wunderbar wild und gleichzeitig kalkuliert, rockt also wie die Katze auf Baldrian und ist gleichzeitig so abgerundet wie ein Kugellager. Vor allem ist das mutig, der bei so einem Set-Up kann man sich nicht hinter Rifftürmen und ultrakomplizierten Songstrukturen verstecken, nicht hinter Growls und wüstem Double Bass Gewummer - es heißt 'Stand and Deliver'. Und das tun die Jungs hier, immer auf der positiven Seite des Lebens, äußerst ergötzlich und unterhaltsam.
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