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| Light Of The Night, Tone Deaf Records, 2010 |
| Brian George |
Guitars & Synth |
| Donald Hillier |
Lead Vocals |
| Terrance Allen |
Bass |
| Dennis Galway |
Drums |
| Gast: |
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| Dan (The Hammond) Lambert |
B-3 (Stay Or Go) |
| Produziert von: Brian George & Howard Johnson |
Länge: 69 Min 05 Sek |
Medium: CD |
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| 1. People Get Ready | 7. On The Run |
| 2. Nothing I Can Do | 8. The Inheritors |
| 3. Rock Is Gonna Get You | 9. Power |
| 4. Rockin' In A Free World | 10. Flight Of Innocence |
| 5. Stay Or Go | 11. Black Sunday |
| 6. Dead Man | 12. The Reaper |
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Diese Band ist mal untypisch. BLACK SUNDAY DREAM aus, man staunt, "Sunny California". Und dann klingen die doch glatt wie die Neandertalerkapellen von der Insel, auf der einstmals der Hard Rock erfunden wurde. Zum Beispiel die ersten 15 Sekunden der CD, das ist doch, ja, das ist eindeutig, das ist, also bitte, wenn das nicht der Highway Star ist. Allerdings heißt die Nummer People Get Ready und stammt trotzdem nicht von Curtis Mayfield, dem Soulman aus Georgia. Untypisch eben, diese BLACK SUNDAY DREAM mit ihrem wohl zweiten Album "Light Of The Night". Außerdem trägt der Bassist einen Hut, den man einem Micky Moody zuschreiben würde, aber doch keinem Kalifornier. Und der Gitarrist, hat der nicht eine gewisse Ähnlichkeit mit Bernie Marsden?
Um es klarzustellen, BLACK SUNDAY DREAM ist ein Veteranen-Vierer, die Männer sind seit langer Zeit Musiker, aber es scheint, dass sie allesamt mit dieser Band eine echte Heimat gefunden haben. Eine schöne neue Heimat, denn "Light Of The Night" ist ein klassisches Hard Rock Album mit allen Insignien, die der alte Krawallbruder vor 35 oder 40 Jahren hatte: Power, Power und Power, dazu eine präsente aber nicht enervierende Sologitarre, ein Sänger mit Wiedererkennungsfaktor und einer mächtigen Stimme, plus eine Rhythmusabteilung mit dem nötigen Wumms. Ach ja, die richtigen Songs und große Melodien wären noch hilfreich.
"Light Of The Night" ist in der Tat so eine rare Sternstunde für jeden mit dem Ur-Metal sozialisierten Fan. Die Modernisten mögen heulen und die Wurzeln von BLACK SUNDAY DREAM als überkommenen Rentnerrock bezeichnen, für alle mit PURPLE, SABBATH, ZEPPELIN und wie sie alle hießen zu einer stattlichen Plattensammlung gekommenen Rocker geht bei "Light Of The Night" im wahrsten Sinne des Wortes die Sonne sogar an einem ganz schwarzen Sonntag auf. Powerhouse-Rock nannte man derlei früher einmal, heute freut man sich einfach über die sägende Gitarre in Flight Of The Innocence, den unbändigen Drive von Rock Is Gonna Get You und den bluesigrockig stampfenden Permanentgroove von People Get Ready.
Donald Hillier ist als Sänger ein wahres Geschenk, er thront über den Songs wie nur wenige seiner Zunft, hat ein außerordentlich markantes Organ und intoniert selbst in den höheren Lagen sicher und vor allem geschmackssicher. Wenn Bruce Dickinson ab und an entspannten Hard Rock singt, kommt er relativ nahe an Hillier heran ;-) Ein, zwei kleine Wackler bei den ganz schwierigen Passagen muss man einer kleinen Band wie BLACK SUNDAY DREAM nachsehen, hier wurde bei der Produktion nicht mit dem Geldkoffer gewunken, trotzdem klingt "Light Of The Night" vollfett und amtlich.
Die Band bekennt sich ausdrücklich zu den genreüblichen Klischees und baut einen 08/15-Songtitel wie Rock Is Gonna Get You in aller Gemütlichkeit zum Omen aus: Irgendwann kriegt dich der Rock am Arsch und lässt dich nie mehr wieder los. Der junge Klaus Meine war ein ähnlich begnadeter Refrain- und Chorsänger wie Hillier, nur tobte hinter ihm nie eine solche Vollgas-Kapelle, die mal eben kurzerhand RAINBOW-Intensität erreicht. Der einzige Coversong des Albums ist folgerichtig Neil Youngs Rockin' In A Free World, das man in dieser Wucht allerdings bestenfalls von Youngs altem Kumpel Randy Bachman erwarten würde. Schiebt mächtig und hat trotzdem die richtige Portion Young'scher Schrägheit.
Brian George, Mastermind von B.S.D., ist hörbar ein großer Iommi- und SABBATH-Verehrer, zwar verlegt er den Sabbat kurzerhand auf den Sonntag, aber wenn er, speziell im zweiten Teil der CD, die große schwarze Gitarrenhand fliegen lässt, werden die Respektbekundungen an die ersten vier Alben der Birminghamer deutlich. Eines sind BLACK SUNDAY DREAM jedoch auf keinen Fall: Plagiatoren. Man hat in den letzten zwei Jahrzehnten viele so genannte Retro-Bands gehört, aber nur wenige mit einem so klaren eigenen Profil.
Die Herren reiferen Alters haben sich mit "Light Of The Night" ihr eigenes kleines Denkmal gesetzt. Zwar um gut drei Jahrzehnte zu spät, aber zeitig genug um all die von NIRVANA & Söhne traumatisierten Jungspunde zu retten. Und nebenbei erleben wir einmal mehr, dass es auch heute noch inspirierten Hard Rock gibt, selbst wenn den Altvorderen längst kein spannender Song mehr einfällt. BLACK SUNDAY DREAM ist die Alternative.
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