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Blueville

Butterfly Blues

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Butterfly Blues
Butterfly Blues, Tanzan Music/Fastball, 2011
Mario Percudani Lead Vocals, Guitar
Marco Tansini Lead Guitar
Paolo "Apollo" Negri Keyboards
Gianni Grecchi Bass
Angelo Roveda Drums
Gäste:
Sherrita Duran Vocals on Misery, Every Year Of Your Life
Simone Blue Vocals on Indian Road, Sorry Baby
Elisa Pagnelli Vocals on When I Ring The Bell, The Blues Is Mine, Rosemary Lane, Low And Slow, Blues From The Edge Of Town, Turning Blue
Martha Tansini Vocals on Butterfly Blues
Silvia Molinari Vocals on The Blues Is Mine
Patti Rossi Vocals on Sorry Baby, Low And Slow
New Sisters Choir Vocals on Every Year Of Your Life
Marco Tansini Vocals on Butterfly Blues
Gianni Sata Flügelhorn on Rosemary Lane
Massimo Danelli Percussion
Alberto Venturi Percussion
Länge: 57 Min 49 Sek Medium: CD
1. When I Ring The Bell9. Blues From The Edge Of Town
2. Love Letters In My Guitar Case10. Sorry Baby
3. Misery11. Low And Slow
4. The Blues Is MIne12. Turning Blue
5. Rosemary Lane13. Talking Bout My Baby
6. Indian Road14. Blues Generation
7. Every Year Of Your Life15. Butterfly Blues
8. Little Twon Man

Aus Italien kommt viel Gutes in letzter Zeit - die RUSTIES, die E.Z. RIDERS, und nun die BLUEVILLE Herrschaften, die sich im weitesten Sinne dem Blues, Spielart Peter Green/Snowy White verschrieben haben. Man erinnert sich - die unter Greens Namens laufenden CDs enthielten eine sehr sanfte, perfekt austarierte und dem Pop zugeneigte, hitparadentaugliche Bluesvariante, die niemandem mehr wehtat als ein Wattebällchen, aber trotzdem oder genau desterhalb einiges Geld in den Greenschen Garten schoben. Sehr nett anzuhören, unverschämt gutes Songwriting und sehr gute Produktion.

Und damit wäre auch in etwa diese Platte hier nun beschrieben. Hinzu kommt Solos der beiden Gitarristen links und rechts, über-, neben und miteinander; zumeist aber alternierend. Das erinnert an die Double Lead Urväter WISHBONE ASH, die nach Aussagen Powells 'geschmackvolle Gitarrenmusik' kreierten, und das trifft auch hier zu, womit nun das BLUEVILLE Dreieck zwischen Blues, Pop und instrumentaler Perfektion - sprich Gitarrenpower - vollends dargestellt wäre.

Das Œuvre ist mitnichten musikalisch irgendwie überraschend, herausfordernd oder sprunghaft - zumeist kann man schon beim ersten Durchgang Lenkrad Drummer spielen, aber eben um so schneller ist es zu genießen. Außerdem bieten die vielen, stellenweise sehr 'schwarzen' Sängerinnen viel Abwechslung, Keyboards mischen sich auch immer wieder ein, bei der Rosemary Lane hört man sogar eine Blue Jazz Flügelhorn. Die Rhythm Section kann ihr Handwerk gut und unauffällig, und eigentlich gibt es nichts zu beklagen.

Schön, man könnte darüber sinnieren, ob man denn nicht etwas mehr Power in die Songs hätte geben sollen; vielleicht ein bisschen mehr 'Schmutz'; oder auch über das letztlich etwas abwechslungsarme Songwriting nachdenken - an die Greenschen Schöpfungen kommt das nicht ran.
Aber man kann das auch ohne Probleme sein lassen, und sich an einem sehr guten Pop-Blues Album erfreuen, das man so nicht oft hört. Sehr reif, sehr angenehm, sehr schön; eine bis zwei Millionen Gitarrensolos - was will man mehr? Ein Live Album vielleicht.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 16.06.2011

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