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| Tales Of The Sands, Nightmare Records, 2011 |
| Malek Ben Arbia |
Guitars |
| Elyes Bouchoucha |
Keyboards, Backing Vocals |
| Piwee Desfray |
Drums |
| Anis Jouini |
Bass |
| Zaher Zorgati |
Lead Vocals |
| Produziert von: Kevin Codfert |
Länge: 50 Min 16 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Under Siege | 7. Wide Shut |
| 2. Braving The Seas | 8. Requiem For A Goodbye |
| 3. Merciless Times | 9. Beyond The Stars |
| 4. Tales Of The Sands | 10. Time To Grow |
| 5. Sour Sigh | 11. Apostrophe For A Legend |
| 6. Dawn Within |
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Brachte mir letztens der Kamelhirte aus den tunesischen Wüsten eine CD vorbei. "Märchen des Sandes" so der Titel, MYRATH die Band. Klingt interessant. Also das Werk meinen Kopfhörern anvertraut und nach den ersten Takten zur Vergewisserung noch mal nachgeschaut, wie die Band heißt: MYRATH - und ich dachte, dass wäre die nächste Scheibe von SYMPHONY X. Ganz ehrlich und ohne Mist: was die Tunesier hier abfackeln ist reinster Prog-Metal im Stile der genannten Amerikaner. Sowohl vom Gesang, als auch von der Instrumentierung her, nur dass diesem ganzen musikalischen Gedonner noch eine dicke Portion "Oriental" verpasst wurde. Schaut man dann, wer diesen Silberling gemastered hat, wird auch klar, warum diese Bande hier so klingt, denn für das finale Mastering war niemand Geringeres als Jens Bogren verantwortlich. Der Mann, der auch bei den Amis für das Finale am Pult sitzt.
Okay, soweit diese Fakten. MYRATH sind jetzt nicht mit ihrem Erstlingswerk hier am Start, sondern rollen bereits die dritte CD auf die europäischen Ladentheken. Nach "Hope" (2007) kam als nächstes "Desert Call" (2010) aus den Studioräumen, das dann u. a. auch auf dem europäischen ProgPower-Festival supportet wurde. Dabei konnte diese wilde Horde respektablen Applaus einfahren, wenn man den Berichten aus dem Internet Glauben schenken darf. An mir sind sie trotzdem vorbeigerast wie eine aufgescheuchte Herde Kamele. Umso überraschter bin ich von diesen Märchen des Sandes. Es knallt, donnert, rifft und rockt an allen Ecken und Enden, macht eine Mordslaune beim Zuhören und selbst nach dem 10. Durchgang bin ich diese CD noch nicht leid. Interessant und unaufdringlich werden die orientalischen Instrumente und Melodieverläufe so in das Gesamtgetöse eingebaut, dass es eine wahre Freude ist. Endlich eine weitere Band aus dem Orient, die es versteht, ihre musikalischen Wurzeln in ein metallisches Gesamtbild zu basteln.
War ich von KORDZ' "The Beauty And The East" schon begeistert, bin ich bei "Tales Of The Sands" total am Ausflippen. Diesen Jungs gehört meiner Meinung nach die Zukunft. Von mir beide Daumen nach oben gereckt und die volle Punktzahl gegeben.
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