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| Road To Nowhere, SAOL Music, 2010 |
| Steven Floyd |
Bass |
| Jacky Lee Man |
Vocals |
| Lars Thomas |
Drums |
| T. R. Yorg |
Guitars, Keyboards |
| Gäste: |
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| Tom Angelripper |
Vocals |
| Biff Byford |
Vocals |
| Nibbs Carter |
Bass |
| Nigel Glockler |
Drums |
| Mario Le Mole |
Vocals |
| Paul Quinn |
Guitar |
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Länge: 47 Min 23 Sek |
Medium: CD |
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| 1. On The Attack | 7. We Are |
| 2. Why Not! | 8. Seven Seas |
| 3. Mother Earth | 9. I Believe |
| 4. Road To Nowhere | 10. Seconds To Minutes |
| 5. The Other Side | 11. Before The Storm |
| 6. Like A Phoenix | 12. You Ain't See Nothing Yet |
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Herzlichen Glückwunsch: PHARAO feiern ihren 25. Geburtstag und zeitgleich den 20. Jahrestag ihres Debüts "Bad Boys From East" von 1990. Wem das jetzt alles nichts sagt, dem sei gesagt: "Mach Dich nich verrückt, Schätzelein!" - ich kannte bis zum Erhalt des Tondokumentes diese Band auch nicht. Ist auch nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, dass die zweite Scheibe exakt 20 Jahre nach der ersten Schallplatte (!!!) auf den Markt kommt. Die "bösen Buben aus dem Osten" mit Namen PHARAO sind nämlich eigentlich eine in der damaligen DDR sehr erfolgreiche Metal-Band gewesen, zusammengestellt aus den beiden Combos COUNTDOWN und REGENBOGEN. Durch stetes Touren konnte man sich in die Herzen der nach guter Rockmusik darbenden Ostjugendlichen spielen. Als Novum wurde sogar ein Konzert der Jungs live vom Staatsjugendsender DT64 mitgeschnitten und ausgestrahlt. Das alles konnte die Musiker um Gründer und Bandchef Jacky Lee Man nicht davon abhalten, Texte zu schreiben, mit denen man aneckt. Um diesem Stress aus dem Weg zu gehen, schrieb man dann halt auf Englisch und landete so postwendend auf dem DDR-Index. Trotzdem stand man mit URIAH HEEP 1988 in der Ostberliner Seelenbinder-Halle im Vorprogramm auf der Bühne.
1989 "machte Jacky rüber", besorgte der Band einen Plattendeal und holte sie nach. So stand 1990 schlussendlich die erste Scheibe in den Plattenregalen der Republik. Leider kriegte man sich mit der Plattenfirma in die Wolle und so endete der Traum vom großen Rock'n'Roller nach einer Tour mit PINK CREAM 69 bereits ein Jahr später. Es dauerte ganze 10 Jahre, bis Mr. Man neue Musiker um sich scharen konnte, um mit ihnen neue musikalische Ideen unter dem bekannten Namen live zu verwirklichen. Das Konzert fand großen Anklang, aber leider keine weiteren Auswirkungen, weil Jacky schwer erkrankte und somit das ganze Projekt wieder auf Eis gelegt wurde. 2003 wurde das nun aktuelle Line-Up zusammengestellt, Ideen gesammelt, gespielt, geprobt und schlussendlich auf dem "W:O:A-2006" der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Reaktionen waren umwerfend und der Pharao erwachte aus seinem Schlaf. Mit SAXON ging es 2007 auf große Europatournee und mit "Anthology 1986 - 2006" wurde eine Best-Of-Compilation veröffentlicht, die alle bisher aufgenommenen Songs beinhaltete sowie ein wenig Livematerial und drei neue Songs.
Drei Jahre später befindet sich der Pharao auf der Straße ins Nirgendwo und…
… kann absolute Begeisterungsstürme hervorrufen. Der alte Knabe hat sich gut gehalten in seiner Pyramide. Sicherlich kann man nicht abstreiten, dass die Nähe zu SAXON vorhanden ist. Das liegt allein nicht nur an den von SAXON-Mitgliedern eingespielten Songs (On The Attack, We Are, Seven Seas), nein, die ganze Scheibe klingt, als würde sie den Duft der NWOBHM atmen - Mother Earth klingt nach SAXON, Seconds To Minutes auch. Die PINKIES haben in Like A Phoenix ihre Handschrift hinterlassen, das Stück hätte durchaus auch auf "One Size Fits All" von den Karlsruhern gepasst. Why Not! ist der erste Versuch aus dem NWOBHM-Korsett auszubrechen, gelingt mit den tiefergelegten Gitarre und dem verzerrten Gesang auch ganz gut, Before The Storm ist der andere Versuch auszubrechen, was aber nur mäßig gelingt, nämlich dann, wenn Tom Angelripper die Stimmbänder erzittern lässt. You Ain't See Nothing Yet ist ganz nett, aber das Original ist in diesem Fall besser.
Alles in allem kann man sagen, dass PHARAO ein starkes Stück Musik gelungen ist, wobei die ganzen Jubiläumsgeschichten für mich nur Augenwischerei sind, zumal von der Anfangsformation lediglich der Sänger noch am Start ist. Da wird versucht irgendwie Punkte zu sammeln, die man eigentlich auch auf anderem Wege bekommen könnte. Zumindest dürfen wir gespannt sein, ob die Erfolgswelle diesmal länger schwappt und noch den ein oder anderen Output in die CD-Läden spült.
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