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| Human Parasite, SPV, 2010 |
| Ilker Ersin |
Bass |
| Achim Keller |
Drums |
| Barish Kepic |
Guitars |
| Nils Neumann |
Keyboards |
| Andrew "Mac" McDermott |
Vocals |
| Produziert von: Ilker Ersin |
Länge: 53 Min 20 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Cleansed By Fire | 7. East Comes To West |
| 2. Stand Up | 8. Children Of The Future |
| 3. Evil In Me | 9. Caught In Your Web |
| 4. Time Will Change | 10. Tame Your Demons |
| 5. Human Parasite | 11. Might Of Secrets |
| 6. Hope | 12. King For A Day |
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Der Ex-Bassist von FREEDOM CALL. Der Ex-Keyboarder von FREEDOM CALL. Der Ex-Gitarrist von JADED HEART. Der Ex-Sänger von THRESHOLD. Der Schlagzeuger von VICTORY. Das hört sich in seiner Gesamtheit nach Rudis-Reste-Rampe an, ist aber in Wahrheit die neue Bandzusammenstellung von POWERWORLD.
Ich gebe zu, dass mir das Debüt von 2008 absolut unbekannt ist, von daher entfallen hier mal Vergleiche. Was ich aber sagen kann ist, dass dies eine weitere Bestätigung dafür ist, dass das Jahr 2010 als eins der besten in der Welt der hart rockenden Musik eingehen wird. Man kann sich fast nicht entscheiden, welches schlussendlich das Album des Jahres werden wird, denn "Human Parasite" reiht sich nahtlos ein und wäre durchaus in der Lage, am Thron des Jahres zu wackeln.
Wenn man sich die Bandkonstellation anschaut, könnte man eine Schnittmenge aus Powermetal und treibenden, progressiven Rockklängen erwarten. Das stimmt nur teilweise. Power hat der Dreher auf alle Fälle, metallische Klänge sind auch zu finden, aber von progressiven Wegen ist man weit entfernt. Ilker Ersin ist der Gründer der Band und hatte seinerzeit auf dem selbstbetitelten Debüt alle Songs geschrieben. Von daher gehe ich mal davon aus, dass das auf dem aktuellen Langeisen genauso gewesen sein wird. Das erklärt dann auch, dass uns hier keine langweiligen Melodien um die Ohren gehauen werden. Schon der Einstieg mit Cleansed By Fire legt die musikalische Richtung eindeutig fest: Power, Druck, treibende Gitarren und dampfender Rock bis die Membran qualmt. Über allem thront die Stimme von "Mac", der dem ganzen Treiben seinen Stempel aufdrückt. Die Melodien nagen an den Gehörgängen und wollen sich darin festbeißen, die Soli reißen mit, die hymnischen Chöre im Refrain lassen großes für den Rest erwarten. Und man wird nicht enttäuscht. Stand Up mit seinem treibenden Riff und ebensolchen Drums hätte auch gut und gerne von den moderneren STRYPER sein können. Evil In Me beginnt mit einer lustigen Eingangssequenz, bevor Gitarre, Bass und Schlagzeug die Keule schwingen. Sobald "Mac" das Mikro-Zepter in die Hand nimmt, meint man einer Andi-Deris-CD zu lauschen. Das gefällt richtig gut. Nicht ein Lied fällt vom Niveau her ab, kein Song beginnt zu langweilen. Time Will Change hätte durchaus auch von THRESHOLD sein können und zeigt wiederholt einen Mr. McDermott in Hochform. Das nachfolgende Hope beginnt sehr interessant, kann aber leider nicht weiter überraschen, aber das ist Gejammer auf sehr, sehr hohem Niveau. Der Titelsong mit seiner Doublebass-Granate stellt noch lange nicht den Höhepunkt dar. Aber eigentlich hat "Human Parasite" auf das Gesamte betrachtet eh keinen solchen. Hier rockt und groovt alles auf gleicher Augen-, äh, Ohrenhöhe durch den Laser, dass ich keinen Song bevorzugen möchte. Die 53 Minuten vergehen wie im Flug und eine Wiederholung des Gehörten ist vorprogrammiert.
Wer noch nicht weiß, was er sich in den nun beginnenden trüben Tagen Gutes gönnen soll, sollte schnellstens seinen CD-Dealer aufsuchen und dieses Album in die Tüte stecken. Wer auf die genannten Bands steht und auch ein Ohr für MASTERPLAN hat, kann mit diesem Silberling nichts verkehrt machen. Absolute Kaufempfehlung!
Da darf man auf die Zukunft gespannt sein, genauso wie auf die Tour, die die Jungs im Vorprogramm von Axel Rudi Pell auch in unseren Breitengraden auf die Bühnenbretter schickt.
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