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| Mind Control, Inner Wound Recordings, 2010 |
| Emmanuel Creis |
Vocals, Guitar |
| Jorris Guilbaud |
Keyboards |
| Stephane Huon |
Bass |
| Francois Le Cormec |
Drums |
| Mael Saout |
Guitars |
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Länge: 58 Min 15 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Calm Before The Storm | 6. Guardian Angels |
| 2. New Dimension | 7. Into The Fire |
| 3. Last Escape | 8. Strange Visions |
| 4. Forgotten Nightmare | 9. Sun And Stars |
| 5. Mind Control | 10. Gates Of Dawn |
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"Mit 'Mind Control' hat die französische Invasion begonnen!" - so steht es im Promoschreiben zu dieser Scheibe. Ja, was soll ich sagen? Zum einen hatte ich gedacht, dass wir aus solchen Kinderkrempelsprüchen raus währen, zum anderen frage ich, wem man damit Angst machen möchte und schlussendlich darf ich anmerken, dass ich mehrere Anläufe benötigt habe, damit diese "Invasion" überhaupt ansatzweise an meiner Hirnrinde klopfen konnte.
SHADYON kommen aus Frankreich [echt jetzt? Red.] und versuchen progressive Parts mit kraftvollen Riffs und einer gewissen Neigung zum AOR zu vereinen und somit zu einem ganz eigenständigen Sound zu machen. Das klingt natürlich auf dem Papier schon sehr verlockend, kann aber in der Praxis nicht wirklich überzeugen. Irgendwie klingt die ganze Produktion dünn und das macht bei den Riffs schon eine ganze Menge aus. Denn musikalisch ist das durchaus mehr als nur brauchbar, da steckt jede Menge Potential drin.
Die Franzosen selbst ziehen ihre Wurzeln aus Bands wie TOTO, Devin Townsend, ARK, IN FLAMES, WINGER und EVERGREY. Was will uns das sagen? Man möchte durchgeknallte AOR-geschwängerte Metalmusik mit einem Hang zum Progressiven aus den Boxen erschallen lassen? Ich selber kann keine der Bands so richtig im Sound von "Mind Control" wieder finden, würde dafür eher die Bands ENCHANT und THRESHOLD ins Spiel bringen. Dann wäre ein gewisser Rahmen abgesteckt.
Insgesamt ist "Mind Control" nicht mal schlecht, aber es kann mich auch nicht richtig überzeugen. Dabei weiß ich nicht mal genau, woran es liegt. Es werden Spannungsbögen aufgebaut, die Musiker selbst verstehen ihr Handwerk und auch von den Kompositionen kann man nichts Schlechtes sagen. Auf die Länge des Albums nervt irgendwann die Stimme des Sängers, die wenig zu modulieren weiß und stattdessen in einer durchgehenden Tonlage hängen bleibt. Auch der Gitarrensound nervt irgendwann und überhaupt liegt, wie schon erwähnt, der Hase im Pfeffer der Produktion vergraben. Das alles reicht mir aber persönlich nicht, warum ich keinen zündenden "Aha-Effekt" erlebe und hier nach Worten ringe um das Werk nicht komplett in Grund und Boden zu schreiben, wo es definitiv nicht hingehören würde.
Vielleicht liegt es auch daran, dass bei mir die Interaktionen zwischen der unterbewussten und der wahrgenommen Welt, von denen in den Songs die Rede ist, nicht funktionieren. Ich weiß es nicht. Ich bleibe dabei und schreibe als Fazit: Ein Album, das nicht gut genug ist um eine uneingeschränkte Empfehlung auszusprechen, das aber zu gut ist, um es zum allgemeinen Müll der sonst noch so produziert wird zu befördern. Oder um die Eingangsphrase noch mal aufzunehmen: Eine Invasion würde wahrscheinlich schon an der nächsten großen Straßenkreuzung beendet sein, durchaus könnten aber einige Vorgartenkämpfe gewonnen werden.
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