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| This Is Gonna Hurt, Eleven Seven Music/EMI, 2011 |
| Nikki Sixx |
Bass, Backing Vocals |
| James Michael |
Vocals, Rhythm Guitar, Keyboards, Drum Programming |
| DJ Ashba |
Lead Guitar, Backing Vocals |
| Produziert von: James Michael |
Länge: 48 Min 52 Sek |
Medium: CD |
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| 1. This Is Gonna Hurt | 7. Smile |
| 2. Lies Of The Beautiful People | 8. Help Is On The Way |
| 3. Are You With Me | 9. Oh My God |
| 4. Live Forever | 10. Goodbye My Friends |
| 5. Sure Feels Right | 11. Skin |
| 6. Deadlihood | |
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Die erste grundsätzliche Frage ist: Wieso ist ausgerechnet Nikki Sixx so ein Hype-Objekt?
Sicher nicht, weil er ein so feiner Kerl ist, der ach so schonungslos offen über seine - natürlich längst überwundene - Drogensucht mitsamt allen dazugehörigen Ekel-Exzessen gesprochen respektive geschrieben hat, denn "The Heroin Diaries" unterscheidet sich nur marginal von CRÜEs "The Dirt", das eh schon so gut wie alle Widerlichkeiten aufgezählt hat. Der zum Sixx-Buch gehörende Soundtrack war dann auch nicht unbedingt der Burner, mit MÖTLEY CRÜE hatte die Musik sowieso und absichtlich nichts zu tun und mehr als zwei oder drei Songs der CD von 2007 blieben auch nicht im Gedächtnis hängen. Letztendlich waren Buch und CD doch nur die kaputte Lebenserzählung eines dekadenten, nicht besonders intelligenten und darüber hinaus völlig egomanischen Rockstars aus Kalifornien, der sich Sucht und Entwöhnung immer leisten konnte. Gut, dass er beinahe draufgegangen wäre ist im Grundpreis eines jeden Junkies mit drin, da braucht man nur zur nächsten städtischen Suchtstation gehen und mit den armen Schweinen sprechen, die sich die teure Rehab in den einschlägigen Millionärskliniken niemals leisten könnten und im Zweifel genau wie der große Nikki Sixx am Gift verrecken.
Die zweite Frage ist: Muss nach vier Jahren jetzt unbedingt ein zweiter Teil dieser "Tagebücher" erscheinen?
Das Buch "This Is Gonna Hurt" gibt es im Original schon, die CD kommt soeben auf den Markt und die deutsche Buchausgabe folgt im Herbst (hoffentlich mit dem schönen Titel "Das wird jetzt aber weh tun"). In Amerika ist Herr Sixx derzeit auf Lesereise um sein neues Meisterwerk zu promoten, die CD wird in den USA eher verhalten bewertet, dafür in den meisten hiesigen Gazetten mit allen Plattitüden die der Werbezettel hergibt gelobt. Und dabei ist es doch nur eine reichlich lieblos gemachte, auf Modern Rock getrimmte, ohne richtiges Schlagzeug eingespielte Mainstream-Lala-Scheibe mit wieder nur zwei oder drei wirklich guten Nummern.
Wer es überhaupt bis zum Ende der nur knapp 50 Minuten langen CD schafft, wird mit Skin den absoluten Tiefpunkt erleben. Zum pathetisch geheuchelten Text ertönen Klavier und Geigen so künstlich wie in einem Halbfinale von "American Idol".
Der allseits bejubelte Gitarrist DJ Ashba ist kürzlich von GUNS N' ROSES verpflichtet worden, auf "This Is Gonna Hurt" darf er noch für Nikki Sixx Glanzpunkte setzen. Doch wo sind die? Außer ein paar hörenswerten Soli gibt es ab und an gebügeltes Metal-Riffing aus dem Discounter und viel zu oft unmotiviertes Gezerre, das in den schlimmsten Momenten an The Edge von U2 erinnert. Das muss man schon mögen. Genau wie die von Eigenständigkeit weit entfernte Stimme von James Michael. Singen kann er ja, aber es klingt so beliebig, dass man unwillkürlich an Tobias Regner denken muss. Der hat mal bei DSDS gewonnen und war auch ein ganz harter Rocker…
Die Antwort auf alle Fragen:
Man muss kein CRÜE-Fan sein, um SIXX:A.M. und "This Is Gonna Hurt" nicht zu brauchen. Bei amerikanischen Pseudo-Alternative-Radiostationen mag das gut ankommen, bei den Videosendern vermutlich auch, aber Rockmusik mit Herz und Seele geht anders.
PS: Eine kleine Frage wäre da noch. Von wem ist das elendig pappsüße Sure Feels Right geklaut?
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