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The Android Meme

Ordo Ab Chao

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Magna Carta
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Mehr Info:
All Music Guide (englisch)

Unser Disclaimer
Ordo Ab Chao
Ordo Ab Chao, Magna Carta, 2011
Stefano Dementia Vocals, Programming, Big Brother
Mathias Devereaux Guitars, Vocals, Synthesizers, Illusions
Mark Davidson Big Bad Bass Man, Webmaster
Jake Hamilton Drums, Sorcery
Gäste:
Matthew von Wagner Keyboards, Synths; Drums onThe Machine Stops, Sigma, Ordo Ab Chao, Esoterika, Spook, Strange
Jen Armstrong Keyboards
Michael Vertolli Additional Bass on Sumii, Polar Rose, Left Right Parasite, Whistleblower
Nick Tamm Additional Drums on Sumii, Polar Rose, Left Right Parasite, Whistleblower<
Matthew von Wagner, Harmony Fyfe, Mark Davidson Backing Vocals on Sigma
Produziert von: Matthew von Wagner Länge: 57 Min 49 Sek Medium: CD
1. The Machine Stops 6. Left Right Parasite
2. Sumii7. Esoterika
3. Polar Rose8. Spook
4. Sigma9. Whistleblower
5. Ordo Ab Chao10. Strange

Erste CD einer jungen Band aus Kanada, und wen man der Liste der Mitspieler Betrachtung schenkt, mussten ihnen doch noch kräftig unter die Arme gegriffen werden. Aber lassen wir das mal Außen vor - with a little help from their friends hat ja noch nie jemandem geschadet, und lieber nehme ich die an, als dass ich ein mediokeres oder noch schlimmeres Produkt abliefere. Und wie schlägt sich das hier?

Schaut man sich die Fotos im Cover Inneren an, denkt man automatisch: "Aha, die nächste Rotz'n'Roll Band". Piercings, finstere Looks, alles schwarz-braun … ist das die ultimative Heino-Backing Band auf Abwegen? Kommt jetzt der große, böse Heimatklänge Lärm?
Aber nein - die Fotos sind halt etwas merkwürdig - denn schon der CD Titel verrät Anspruch: "Ordo Ab Chao", Ordnung im oder vom Chaos. So wie Chaos ja einfach nur unerkannte Ordnung ist, bzw. Ordnung nur eine Kategorisierung des Chaos durch uns schwache Menschen, die wir Halt brauchen, ist diese CD in Ordnung gebrachter Hard Rock, oder meinetwegen Prog Rock. Uns kommt ein sehr wohltemperierter Sound entgegen - nicht sehr aggressiv, nicht von großer Laut/Leise Dynamik, ohne die üblichen Double Bass Attacken, ohne Sirenengesang - zivilisiert im besten Sinne des Wortes. Nicht die große Geste zählt, sondern der Song an sich.

The Android Meme

Natürlich gibt es zwischendrin die liebgewordenen Growls, so wie man fast automatisch Salz in die Suppe tut - einfach als Bestandteil, ohne dass es wirklich wichtig ist. The Machine Stops beklagt die systemimmanenten Repressalien, denen jeder ausgesetzt ist, wird von Keyboard Sprengseln unterstützt, bietet ansonsten solide Melodik und die wohltemperierten Riffs - nicht wirklich heavy oder schlimmer, nicht wirklich Classic Rock - einfach irgendwo dazwischen.Sumii setzt weiter auf Keyboardgeklimper und melodisches Songwriting, gute Hooklines, dynamischen Songaufbau und ist sicher eine Highlight der CD.Polar Rose, da mehr vom selben, bietet einem Zeit und Gelegenheit, das ausgefeilte Drumming zu bewundern und die schönen Riffs, die da wie Ping Pong Bälle hin und her geworfen werden. Das Tempo wird variiert, der Song gewinnt an lyrischer Schönheit, bis die Riffs wieder ihr Recht fordern.Sigma setzt mit knurrigem Bass ein, Synths schwadern, Riffs knurren, großer Background Chor …Left Right Parasite kommt ein Tick aggressiver, militärischer Marschtakt - left right left right …. Aber das Riffgerüst in der Mitte gab es schon … warte mal, vorher irgendwo…. Esoterika düstert auf Geigenbett vor sich hin, sehr stimmungsvoll, und Stefanos Vocals kommen gut rüber - guter, angenehmer Sänger. Bisschen U2 Stimmung kommt auf. Spook … Whistleblower … Stranger… ziehen vorüber, Riffs, Vocals, Drumbreaks und -rolls - alles wie gehabt.

Irgendwann ist's dann vorbei, und auch nach dem fünften Anhören wäre ich nicht in der Lage, ein Riff wirklich einem Song zuzuordnen. RAMMSTEIN für Beginner, möchte man rufen. Wohltemperiertes, aber letztlich zu gleichförmiges Songwriting ohne Höhepunkte führen alsbald zum Überdruss. Die Three-Strike-Rule (was nach dreimal hören nicht hängt wird verdrängt) extra außer Kraft gesetzt und trotzdem kein Track am phonalen Haken hängen geblieben. Chance auf großes vertan, aber ein guter erster Einstieg. Die Produktion nächstes Mal dynamischer, das Songwriting auch, und gut ist.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 13.06.2011


 
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