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| Need, INO Records, Ardent Records, 2010 |
| Todd Agnew |
Vocals, Guitar, Piano |
| Scott Hardin |
Guitar |
| Mike Jackson |
Drums |
| James Joseph |
Wurlitzer, Piano |
| Jamie Kenney |
Piano |
| Tim Mason |
Piano, B-3 |
| Steve Selvidge |
Guitar |
| Charlie Shaw |
Guitar |
| Dave Smith |
Guitar, Bass |
| Cody Spriggs |
Bass, Cello |
| Rick Steff |
B-3 |
| Richard Thomas |
Bass, Cello |
| Kim Trammell |
Drums |
| Sam Weaver |
Guitar |
| Brian Wilson |
Drums |
| Gäste: |
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| Darrel Petties' Strength In Praise |
Choir |
| Produziert von: Todd Agnew, Curry Weber, Scott Hardin, James Joseph |
Länge: 45 Min 41 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Joy Unspeakable | 7. Did You Mean Me? |
| 2. Written On The Wall | 8. Gloria |
| 3. I Need No Other | 9. The Love Of God |
| 4. Give Me Jesus | 10. Breakable |
| 5. Higher Ground | 11. Deep Love |
| 6. Tell Me The Story | 12. Jesus, The Hope Of Glory |
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Ob dieser Mann es jemals über den großen Teich schaffen wird? Ich glaube kaum. Dabei bringt er seit 2003 im Zwei-Jahres-Rhythmus sehr hochwertige Scheiben auf den Markt. In 2006 hat er dann noch eine Weihnachtsscheibe zwischengeschoben und seit seiner zweiten Veröffentlichung bin ich ihm verfallen.
Die Rede ist von Todd Agnew aus den Staaten. Musikalisch am besten einzuordnen in einer Schnittmenge aus den CRASH TEST DUMMIES (vor allem stimmlich), ruhigen CREED und NICKELBACK gepaart mit einer gesunden Portion Bluesrock, Country und Pop und einem leichten Hang zu Hymnen. Diesen Stil verfolgt er von Anfang an und baut ihn kontinuierlich aus. Soll heißen: die Scheiben, die er auf den Markt rollt werden von Mal zu Mal besser.
"Grace Like Rain", sein Einstieg in die Musikwelt liegt mir leider bis heute nicht vor, genauso wenig wie die Weihnachtsscheibe. Blenden wir diese beiden Werke also aus und beginnen bei dem 2005er-Output "Reflections Of Something". Eine Scheibe, die musikalisch schon runtergeht wie die berühmte warme Butter, aber textlich ziemlich reinhaut. Todd Agnew singt nicht über die Liebe, Alkohol und andere Nebensächlichkeiten des Lebens. Er singt über Dinge, die ihn bewegen, beschäftigen. Er braucht die Musik als Medium um seinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Und eigentlich hat er da schon mit der Musikindustrie gebrochen. Eine Industrie die er als absolut unsinnig ansieht, die aber leider den einzigen Weg darstellt, um seine Musik an die Öffentlichkeit zu bringen. Interessant wäre mal zu wissen, ob er diese Meinung immer noch vertritt.
Wie auch immer, sein Label scheint ihm diese Einstellung zu verzeihen, hält an ihm fest und veröffentlicht mit "Better Questions" seine dritte Scheibe. Ein Album, das sich damit auseinandersetzt, dass wir in unserem Leben mehr "gute" Fragen als Antworten haben. Es gibt so vieles, was wir wissen wollen, worüber wir unbedingt Antworten benötigen, aber schlussendlich doch nicht bekommen. Zwei Möglichkeiten hat der Mensch dann: entweder verzweifeln und kaputtgehen oder sich Gott anvertrauen und weiter nach vorne schauen. Todd hat sich für Möglichkeit zwei entschieden.
Nun also "Need" als nächstes nicht weihnachtliches Album. Und es ist wieder richtig gut geworden. Zwar wurde auf dem Vorgänger noch etwas mehr gerockt, als auf dem aktuellen Dreher, was der guten Produktion aber keinen Abbruch tut. Todd ist und bleibt seiner Schiene treu und hat erkannt, dass es Dinge im Leben gibt, die echt wichtig sind. Dazu gehören die Familie, seine Wurzeln, Gemeinschaft und ein Ziel. Um dem letzten eine Richtung zu geben, hat er geheiratet und gleich die Verantwortung als Stiefvater übernommen. Wie er selbst sagt, ist er damit von einem einsamen Musiker ohne Verpflichtungen zu einem Hausbesitzer, Vater und Ehemann geworden. Das alles hat keinen negativen Einfluss auf seine Musik gehabt. Große Hymnen gibt es immer noch (I Need No Other), genauso wie die straighten Rocker (Tell Me The Story, Breakable) und gut gemachte Poprockgospels (Higher Ground, Jesus The Hope Of Glory). Ansonsten geht er kreuz und quer durch das eingangs schon erwähnte musikalische Universum. Unterm Strich kommt dabei keine Partyplatte heraus, sondern eine, die man in Ruhe genießen muss, auch um in die textlichen Tiefen einzutauchen, die er sich von der Seele schreibt. Das dabei oft "God, Lord, Jesus" und so auftaucht, darf und sollte nicht weiter stören, immerhin ist dieser seine Lebensmitte.
Stellt sich für mich nur noch die Frage, was es benötigt, damit wir Mr. Agnew auch endlich mal in good ol' Germany live bestaunen dürfen.
P. S.: Der Drummer Brian Wilson hat nichts mit dem gleichnamigen BEACH BOY zu tun und gehört zur Liveband um Todd Agnew.
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