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| The Substance Of Things, Dying Giraffe, 2010 |
| Lukas Batteau |
Lead Vocals, Guitar |
| Rolf Perdok |
Guitar |
| Josine Van Der Splinter |
Bass |
| Berry Vink |
Drums |
| Produziert von: Justus Burger und Lukas Batteau |
Länge: 45 Min 04 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Pearls | 6. The Seventh Day |
| 2. Call It Love | 7. Under Black Light |
| 3. Family Man | 8. Holes In The Sky |
| 4. Why She Runs | 9. Line Of Fire |
| 5. Inhale | 10. By Starlight |
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Niemand ist Yen Harley, bzw. vielleicht doch, aber in der Band aus unserem Nachbarland Holland, genauer aus Utrecht, heißt niemand so. Tatsächlich ist das der Name eines Hotmail Accounts des Mädchens, dem Mastermind Lukas Batteau hoffnungslos (und einseitig) verfallen war. Oder ist? Hoffentlich nicht, den seine Managerin, die auch gleichzeitig seine Partnerin ist, würde das wohl gar nicht gerne sehen. Aber wenn es dem Jungen schlecht gehen muss, damit er gute Musik macht (so wie stellenweise auf diesem Album), soll es so sein!
THE CURE oder - mit ihrem etwas stärkeren Hang zum Metal - KATATONIA mögen als Rollenmodelle gedient haben, wobei Lukas selbst auch Grunger wie PEARL JAM oder SOUNDGARDEN angibt - was man zwar Tracks wie Pearls (sic!) anhört, aber diese Verwandtschaft hängt nicht wie ein erdrückendes Leichentuch über dem Unternehmen HARLEY. Das leicht klagende in den Songs der Grunge Urväter ist aber der Musik YEN HARLEY's auch zu eigen, und gerade der genannte erste Track ist schon sehr melancholisch, und Grausen kommt auf ob der Aussicht, eine ganze CD mit dieser Art Musik durchhören zu müssen. Und natürlich gibt es auch kein Gitarrensolo … na, was steht da noch ins Haus?
Erstaunlicherweise beginnt dann Call It Love relativ schnell und positiv - oder eben nicht erstaunlicherweise, denn das ist als Single geplant- ein Zugeständnis an die Massen. Der über allem wie ein Grauschleier liegenden melancholische Grundton bleibt zwar erhalten, aber das ist dann positiv melancholisch - wie ein Regentag manchmal ja auch ganz passend sein kann; kommt daruf an, ob man schön trocken im Warmen sitzt … Und außerdem zeigt dieser Track Batteaus Fähigkeiten als Songwriter und Sänger. Aber Gemach - es kommt noch besser - die Leadgitarre erhebt ihre Saiten zu Gesang, und das Herz des Hard Rockers ist erfreut … Family Man, obgleich wieder langsamer, ist exquisit. Zurückhaltend instrumentiert, nur schwebende Gitarren- und Drums Texturen, und wieder ein ins Ohr gehender Refrain. Erinnert vielleicht ein wenig an NICKELBACKS Rockstar. Why She Runs zeichnet sich durch eine funky Bass aus - die Jungs kennen keine Grenzen. Vom Aufbau her scheint hier vielleicht der Spoonman von SOUDGARDEN durch, und auch Inhale erinnert an die Urväter. Wieder ganz leicht und exquisit dann The Seventh Day - aber sehr düster is' scho'; und Under Black Light schließt nahtlos daran an - das ist schon eine gehörige Portion Zieh-mich-nach-unten. Als hätten sie es geahnt, ziehen sie das Tempo zum Ende hin etwas an. So richtig reicht das aber nicht aus.
Jetzt aber: Holes In The Sky, schon fast ein Shuffle, wieder mit einem sehr anhörenswerten Refrain ausgestattet. By Starlight hat ein sehr stimmungsvolles Solos, und so hat fast jeder Song seinen Haken.
Aber Achtung: die Songs sind eher nicht sehr abwechslungsreich, sondern leben eben von der Stimmung, die Batteau erzeugt, von seinem Gesang und der Leadgitarre. Und da der Plan wohl war, Grunge mit einer Prise Traurigkeit zu versehen - was gelungen ist (obwohl der ja nie sehr fröhlich war; Frage ist, ob und wer das braucht?) - muss man schon ein Mensch mit einem Hang zum Regentag sein, wenn man sich das hier anhört. Ein wenig mehr Struktur und Abwechslung hätte einzelnen Songs gut getan.
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