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| Elements, Frontiers, 2010 |
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Guitar, Background Vocals |
| Scott Conner |
Drums, Background Vocals |
| Tony Kaye |
Keyboards |
| Bobby Kimball |
Vocals, Keyboards |
| Billy Sherwood |
Bass, Vocals |
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Länge: 53 Min 01 Sek, 56 Min 54 Sek |
Medium: Do-CD |
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| CD 1 | |
| 1. Yoso | 7. Only One |
| 2. Path To Your Heart | 8. Close The Curtain |
| 3. Where You'll Stay | 9. Won't End Tonight |
| 4. Walk Away | 10. Come This Far |
| 5. The New Revolution | 11. Time To Get Up |
| 6. To Seek The Truth | 12. Return To Yesterday |
| CD 2 | |
| 1. Yoso | 7. To Seek The Truth |
| 2. Rosanna | 8. Hold The Line |
| 3. Owner Of A Lonely Heart | 9. Cinema |
| 4. Walk Away | 10. Gift With A Golden Gun |
| 5. Good For You | 11. White Sister |
| 6. Yes Medley Your Is No | |
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Einstieg 1
Als ich letztens meiner Frau völlig begeistert das neuste JOURNEY-Oeuvre vorspielte, nickte sie und meinte nach dem vierten Song, dass es ganz nett wäre, ihr aber ein wenig an Abwechslung fehlen würde. Genau das ist die beste Umschreibung für AOR: entweder man ist davon total begeistert oder aber man findet es ganz nett. AOR ist eine Musik geworden, die keinem weh tut, die nicht zu sehr aneckt, aber doch einiges an Potential hat. Entweder man liebt es oder aber findet es eben "ganz okay". So richtig schlecht wird es wohl niemand finden.
Einstieg 2
CHICKENFOOT, TRANSATLANTIC, THEM CROOKED VULTURES, BLACK COUNTRY, … - Supergroups haben in diesem Jahr Hochkonjunktur. Für manchen mag es sich dabei um einen Nebenschauplatz zu der eigentlichen Stammband sein, andere wiederum könnten es nutzen um mal wieder auf sich aufmerksam zu machen und bei manchem scheint es vielleicht einfach eine aus der Not geborene Sache zu sein. Die gesammelte Essenz aller drei Aussagen kommt aus den Staaten und hört auf den Namen YOSO. Ein neuer Superstern am Bandfirmament. Der eine hat keine Band mehr (Bobby Kimball/TOTO), der andere hat schon lange nicht mehr mit großen Alben auf sich aufmerksam gemacht (Billy Sherwood/YES) und der dritte im Bunde hat die Glanzzeiten seiner Band miterlebt und dann aufgehört (Tony Kaye/YES). Diese drei bilden das Grundgerüst von YOSO
Einstieg 3
"YOSO? Sieh mal an, mit Bobby Kimball. Da tauscht man einfach mal zwei Buchstaben aus und schon hat man eine neue Band am Start.", so war es bei uns in der Redaktion zu hören, als die Frage aufkam, wer sich dieser Scheibe annehmen möchte. Wenn ich mir allerdings anschaue, wer da sonst mitspielt, müsste der Vergleich zu TOTO allerdings weithergeholt sein, denn immerhin stehen neben Mr. Kimball zwei weitere Musiker einer anderen großen Band auf dem Line-Up. Und da es sich dabei u. a. um einen der Gründer von YES handelt dürfte die musikalische Marschrichtung feststehen: "Owner Of A Lonely Heart Part II".
Warum bekommt diese Rezension jetzt drei Einstiege? Weil ich mich für keinen der drei entscheiden konnte, aber alle drei zutreffen auf "Elements" die erste Scheibe der neuen Band mit alten Hasen aus den Staaten. Wenn es um Namedropping geht, steht hier definitiv eine neue Superband am Start. Musikalisch hatte ich mehr YES erwartet, werde aber in den ersten Songs von Lukatherschen Riffs überrascht. Also weniger pompös, dafür mehr rockig. Und YOSO spielen astreinen AOR, dessen Genialität aber leider mehr im Bereich des "ist ganz nett" liegt! Ich war wirklich mehr als nur einfach gespannt, was mich auf "Elements" erwartet. Sicherlich - Wortspiel - sind viele Elemente von YES, TOTO und AOR im allgemeinen (am nächsten noch an JOURNEY orientiert) vorhanden, aber leider liefern die drei Herren und ihre beiden Sidekicks nur Durchschnittsware ab. Hier und da mal ein schöner Gitarrenlauf, ein pumpender Bass und natürlich in den Songs, in denen Mr. Kimball das Mikro ergreift eine überzeugende Gesangsleistung. Aber alles in allem plätschert das Album so vor sich hin und verliert mit jedem Song mehr an Bedeutung. Das hatte ich nicht erwartet.
Die zweite CD soll Aufzeichnungen von einem (oder mehreren) Liveauftritt der Band behalten. Gehen wir mal davon aus, dass es sich um "unbehandelte" Livemitschnitte handelt, dann sind diese noch weniger überzeugend als die Studioveröffentlichung. Lediglich drei der elf Songs sind von YOSO, der Rest besteht aus Standards und weniger gehörten YES- und TOTO-Liedern. Das ist ganz nett, aber nicht wirklich der Kracher. Stimmlich ist Bobby Kimball auch hier über allem erhaben, aber zumindest die TOTO-Lieder müssten viel mehr krachen und knallen. Stattdessen ist das alles irgendwie mit angezogener Handbremse im Senioren-Weichspüler-AOR gehalten. Und damit auch bloß kein richtiges Livefeeling aufkommt wird nach jedem Song ausgeblendet. Das stört nicht nur den Gesamteindruck, es nervt auch irgendwie und lässt die Vermutung nahe liegen, dass es hierbei nicht nur "live" zur Sache geht. Aber das ist eine Behauptung, die ich nicht belegen kann. Das einzige Stück, was mich auf der zweiten CD richtig begeistern kann ist das Instrumentalstück "YES-Medley Your Is No". Das hat was, kann mitreißen und zeigt eine Band in Hochform. Allen voran natürlich die beiden YES-Protagonisten.
Vorm Kauf sollte man sich nicht von den Namen zu einem Blindkauf verleiten lassen, besser erstmal ein Ohr riskieren.
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