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Zen Rock And Roll

Undone

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ProgRock Records
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All Music Guide (englisch)

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Undone
Undone, ProgRock Records, 2011
Jonathan Saunders Composed and realized by Jonathan Saunders
Produziert von: Jonathan Saunders Länge: 44 Min 59 Sek Medium: CD
1. All In The Dark5. Strange
2. At The First Glance6. Concerto For The Original Sinners
3. Undone7. Lament
4. Antiquated Love Song

Was erwartet man nicht alles an verschwurbeltem Zeug, wenn man die CD einer Band mit dem Namen ZEN ROCK AND ROLL in die Hand nimmt. Abgesehen davon, dass Zen auf den "Zustand innerer Versenkung" hinweist und Rock'n'Roll auf alles Mögliche, bloß nicht darauf (es sei denn man ist von einem Track oder Substanzen so angetan, dass man völlig weg ist …), und also hier ein Widerspruch vorliegt, ist das ja auch keine Band im Sinne von mindestens drei Mann, sondern eine One-Man-Show, und der man heißt Jonathan Saunders.
Auf seiner dritten CD gibt es also sechs Stücke Prog Rock - so viel ist mal klar, oder, wenn man auf das Label schaut. Tja, und auch das stimmt so nur bedingt. Die ersten drei Tracks sind melodisch, mit Pop Appeal und sprengen die drei Minuten Grenze, sind aber nun nicht so komplex, dass man das Fürchten kriegen muss. Ganz im Gegenteil - das hat unglaublichen Schwung, und obwohl zu meinem Bedauern die Gitarre nicht im Vordergrund steht kann man sich dieser Mischung aus 60ies Pop, melodischen Keyboards und BEACH BOYS Harmonien nur schwerlich entziehen - wenngleich die Keys manchmal etwas fiepsig klingen. Antiquated Love Song ist dann genau das, eine Elton-John-Homage schon fast, allerdings leider ohne des Meisters Theatralik und Sinn für Hook Lines, und so ermüdet das trotz oder gerade wegen des, wohl gut gemeinten, Musical Schmonzes, der den Track ausmacht. Man sieht den Hauptdarsteller förmlich auf der Bühne, ins Weite blickend und dann wieder betreten zu Boden schauen; leidend leidend leidend. Mike Batt hat schon bei Jon angerufen um mit ihm das nächste MB Album zu machen. Kam aber zu spät, Ralph Siegel war vorher da.

Und dann - nach dem 80ies Elektro-Pop von Strange - kommt die große Show: Concerto für den ursprünglichen Sünder, und hier wird alles aufgeboten, was die Tastenwelt an Zeug hergibt. Es dampfen Synth Schwaden, abgelöst von Keyboard Tupfern, die das Thema des Love Song wieder aufnehmen, Flötentöne lyrisch-getragen werden eingewoben, dräuende Effekte verarbeitet, immer wieder durch Pianoeinlagen auf die Melodie zurück geführt, zwischendurch rockt es, dann wieder Synth Schwaden und Soundeffekte, piep-piep. Und so wie dieser Satz kaum ein Ende fand geht es auch mit dem Concerto. Allerdings: lässt man sich auf das Elegische ein, hat das Sinn und Spannung, und Musical Qualitäten allemal. Lament macht seinem Namen Ehre und bietet mehr vom Selben.

Man muss ein gerüttelt Maß an Vorliebe für Pop und Musical und Geduld, um das letztlich wirklich öfters in den CD Spieler zu tun. Dann aber sollte es gefallen, zumal es bei allem Pop Appeal trotzdem ziemlich eigenständig ist.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 20.08.2011


 
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