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Konzertbericht & Crosscheck:

Craving Hands

Rheinberg, 15.03.2003

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Adelina Schmidtlein

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Craving Hands - Daniel Daus
Der Grund für das Ganze: Daniel wird 40 und rennt noch immer im RWE-Trikot herum - 34 KB
Craving Hands - Ruhrpott kompakt
Ruhrpott kompakt: Metal-Harry, Jörg & Ralf - 38 KB oder 300 Kilo
Craving Hands
Craving Hands - 35 KB
Craving Hands - Frank Ipach
Frank Ipach - 34 KB
Craving Hands - Olaf Behrends
Olaf Behrends - 44 KB
Craving Hands - Lutz Weigang
Lutz Weigang - 41 KB
Craving Hands - Achim Burger
Elton (aka Achim Burger) - 36 KB
Craving Hands - Atti Stoppek
Atti Stoppek - 32 KB
Craving Hands - Lutz & Achim
Lutz & Achim - 44 KB
Craving Hands & Daniel
Rockin' with the Countryboy - 32 KB
Rheinberg, 15.03.2003Craving Hands zum Hören und Kaufen

Lange war er totgesagt, aber der ,Geist von Rheinberg' wie mein Kollege Martin ,Dragonheart' Schneider es so treffend formulierte, hauchte ihm neues Leben ein:
Es geht um den Crosscheck!

Craving Hands & Daniel

Was anfangs als reizvoller und gern gelesener Part in unserem Gesamtwerk gut funktionierte, scheiterte leider, oder formulieren wir es etwas netter, lag ein Weilchen auf Eis, aus welchen Gründen auch immer. Da muss so ein Cowboy vierzig werden, ein Treffen organisieren, scharfe Pizza futtern, jede Menge Bier saufen, Zigarren qualmen, Background singen und plötzlich geht da wieder was.
(Was Du alles auf Dich nimmst - sagenhaft. Die Restredaktion ist beeindruckt).

Und diesmal starten wir nicht mit einer CD neu durch, sondern haben uns die Jungs am Kragen gepackt, die für die Beschallung des Saloons zuständig waren.
Ab geht's mit dem Live-Check der CRAVING HANDS:

Zunächst möchte ich an dieser Stelle noch mal allen fünf Musikern für ihre spontane Zusage und die unkomplizierte Abwicklung des Ganzen ein herzliches Dankeschön sagen.

I Thank You...!

Für mich, der ich die Duisburger Band jetzt schon ein halbes Dutzend mal gesehen hatte, war es eine neue Erfahrung, die ganzen Coverversionen zu hören, die sich im Rahmen des doch gemischten Publikums einfach angeboten hatten. Im Normalfall spielt die Truppe nämlich bei ihren Auftritten zu 95% eigene Sachen.

Eine Arbeitskollegin begrüßte mich Montag morgen direkt mit der Frage: "Wann spielen die denn wieder?" Auch der Rest der Nicht-HoRler, den ich bisher gesprochen habe, zeigte sich von der Leistung der Jungs angetan. Ich persönlich war diesmal von der Frische und Lockerheit aller fünf ,Hände' und dem glasklaren Sound begeistert.

Frankies eigenwillige, flapsige Art, Band und Publikum zu führen macht gute Laune, die herrlich unaufdringliche und so fantastische Gitarrenarbeit von Olaf (überzeugte auch bei zwei Stücken mit angenehmer Stimme als Frontmann) zieht in den Bann und das Rhythmusbollwerk von Atti, Lutz und Achim lässt die Schuhsohlen vibrieren.
Dazu ein kaltes Bierchen und fettich ist die Lauge, wie der Ruhrpottler zu sagen pflegen würde.
Klasse, dass die Band sogar mein Geburtstagsständchen, trotz der kurzen Vorbereitungszeit, so gut hingekriegt hat. All Lit Up In Love von David Lee Murphy ließ mein New-Country-Herz aufleben, die zwei southernlastigen Kurzsoli von Olaf waren das Tüpfelchen auf dem I.

Eine Frage, die jetzt schon in Rockreisen heiß diskutiert wird, resultiert aus dem ZZ TOP-Cover gegen Ende des Konzerts: Werden Ipach/Daus bei den kommenden Awards als bestes Backgroundvocal-Duo des Jahres nominiert...?
(Öh, eher nicht, denn wenn man Dich und den schmächtigen Frankie so sieht, denkt man eher an ein Trio...)

Wie dem auch sei, wer mehr CRAVING HANDS will, huscht demnächst zu ihren Gigs und erwirbt bitte gefälligst deren CDs. Und ihr Majors gebt den Jungs endlich einen gebührenden Millionenvertrag, damit die nächste Party dann in Marbella starten kann.
Übrigens, zu meinem 50. wünsch ich mir vorab All The Miles von Django Walker. Viel Spaß beim Üben!

Daniel Daus, (Impressum, Artikelliste), 19.03.2003

Sehr sympathischer Radiorock vom Niederrhein, irgendwo zwischen BEATLES und U2 mit leicht grungigen Untertönen. Sobald der Gitarrist etwas heftiger in die Seiten griff hatte ich ein leichtes Deja Vu von BROTHER CANE.
Die Band hat in allen Belangen Top-Niveau und Potential für die Charts, fehlt nur noch der richtige Entdecker.
Für einen Partyabend wie diesen absoluter Treffer.

Ralf Frank, (Impressum, Artikelliste), 19.03.2003

Daniel lud zum Geburtstag und die CRAVING HANDS spielten zum Ständchen auf... Die Jungs haben das Konzert professionell abgespult, sicherlich war es nicht das normale Publikum vor dem sie spielten, da im Altersbereich von 2-70 (!).
Alle Songs kamen gut rüber, gingen ins Bein, leider kann ich nicht allzu sehr ins Detail gehen, da ich die Songs zum ersten Mal hörte (OK...Die T. REX Cover - sehr gekonnt - kannte ich natürlich).
Die Jungs haben sich sogar die Mühe gemacht, alte Songs von Daniels Wunschliste wieder einzuüben, und haben sogar einen komplett neuen Song (sorry, Titel weiß ich nicht mehr, lag an der guten Bewirtung...) gespielt. Den fand ich von den CH sogar besser als das Original, ich würde ihn im Set lassen! Alles in allem eine geile Band mit viel Potenzial...
Gruß an "Elton" ;-))))

Joerg Litges, (Artikelliste), 19.03.2003

Da wimmelt es in Deutschland vor lauter Superstars ohne Stimme und eine Band wie die CRAVING HANDS muss sich mühsam ihren Weg durch die Clublandschaft rocken.
Frankie muss ja nicht gleich nach Hollywood gehen. Aber etwas mehr künstlerische Anerkennung würde ich den Jungs schon wünschen.

Was die Band auszeichnet, sind gute eigene Songs und perfektes instrumentales Timing bei ihren Coverversionen von z.B. T. REX, ZZ TOP oder sogar David Lee Murphy. David Lee Murphys New Country Hit hat die Band nach nur einmaligem Strippen auf der Pfanne gehabt.

Gesanglich und instrumental sind die CRAVING HANDS besser als so manche angesagte deutsche Rock Combo. Ihr Konzert war voll unbändiger Spielfreude und handwerklicher Klasse.
Und Kim Simmonds (aka Olaf Behrends) an der Gitarre und Elton (aka Achim Burger) am Bass sieht man auch nicht alle Tage.
Ich freu mich schon auf ihre neue CD.

Joachim Domrath, (Impressum, Artikelliste), 19.03.2003

Was braucht's für ne geile Party? Geile Musik natürlich. Und die gab es zuhauf. Ob nun eigene Songs des neuen Albums oder aber Coverversionen der besonderen Art.
Als Freund von Titeln jenseits der dreieinhalb Minutengrenze hat es mir besonders dieser psychedelisch angehauchte, 70er-Jahre-Stil-Hammer mit der absolut perfekten Gilmour Gitarre angetan. Olaf Behrends zog hier alle Register und zeigte eindrucksvoll, dass er mehr drauf hat als reines Gefrickel.

Überhaupt hatte ich den Eindruck, dass die CRAVING HANDS perfekt aufeinander abgestimmt sind. Keine Schwächen bei der Setlist, nicht beim Zusammenspiel und auch nicht bei der technischen Beherrschung der Instrumente. Und als Instrument sehe ich auch Franks Stimme, oder besser: den kompletten Frank. Stimmlich ist er ohne Zweifel und auch als Frontmann kann ich mir schlecht was Besseres vorstellen.

Ganz besonders angetan war ich von den Coverversionen. Ich mag Cover, weil ich dann an mir bekanntem Material höre, was die Band so drauf hat. Und sie haben es drauf. Tony Joe White, T. REX, THE BAND usw. Also nicht das übliche abgenudelte Smoke on the water oder Sweet home Alabama.

Fazit: Absolut gelungene Show mit sympathischen Musikern. Leider wieder mal ne Band, der es wohl nicht vergönnt sein wird die Massen via Rundfunk zu begeistern. Dazu sind sie einfach zu gut und wer braucht heutzutage schon gute Musik. Deutschland sucht ja leider den Superstar und das hat mit Musik wenig bis gar nichts zu tun.

Ulli Heiser, (Impressum, Artikelliste), 19.03.2003

Die CRAVING HANDS erweisen sich live als eine zwiespältige Angelegenheit.
Die zahlreichen Coversongs, die im Laufe des Abends zum Einsatz kommen, werden zwar kompetent dargeboten, doch die Auswahl mit Titeln von T. REX, TOM PETTY, ZZ TOP oder ERIC CLAPTON ist zu vorhersehbar und unterscheidet sich seltenst vom Repertoire unzähliger anderer Coverbands. Da macht sich unweigerlich Langeweile bei mir breit.
Ganz anders das eigene Material. Im Spannungsfeld zwischen Americana im Stile der JAYHAWKS zu "Hollywood townhall"-Zeiten und straighten Rocknummern, die an JOHNNY DIESEL & THE INJECTORS erinnern, überzeugen die Duisburger wie der MSV zu Zeiten eines Bernhard Dietz oder Ronnie Worm, als man im Wedau-Stadion regelmäßig den Bayern die Lederhosen auszog.

Das nächste Mal bitte mehr davon, oder etwas risikofreudigere und weniger abgedroschene Coversongs, wie beispielsweise der Geburtstagswunsch von Daniel. All lit up in love von DAVID LEE MURPHY wirkte wie maßgeschneidert für die CRAVING HANDS.

Martin Schneider, (Impressum, Artikelliste), 19.03.2003

Obwohl ich ja ein großer Gegner von Coverversionen bin, gibt es hin und wieder Bands, die mich manchmal sogar überzeugen und dazu gehörten diesmal die CRAVING HANDS.
Ganz besonders taten es mir die T. REX Cover an, zumal ich nach wie vor ein T. REX Fan bin. Es war schon ein tolles Gefühl, Songs die man mag, mal wieder live hören zu können.

Überzeugt haben mich die CRAVING HANDS mit ihrer gut abgestimmten Songauswahl zwischen Cover und eigenem Material, sowie ihrem eindrucksvollen Zusammenspiel. Ausrutscher konnte ich keine feststellen. Einzelne Musiker besonders hervorzuheben wäre nicht fair, denn jeder von ihnen beherrscht ganz offensichtlich sein Handwerk.
Eine gute Band, die es schwer haben wird in einer oberflächlichen Gesellschaft, wo Musik immer mehr zur reinen Massenware verkommt.

Ilka Czernohorsky, (Impressum, Artikelliste), 19.03.2003

"Hey Band! Wie heißt das Zauberwort?" "GROOVE!" schallte es auf meine imaginäre Frage zurück.
Und wie die Jungs grooven. Leicht ist das nicht in einem umgebauten Pfarrsaal mit Geburtstagspublikum (Eltern, Freunde, Kollegen und die HoR-Polizei).

Mir gefiel schon die CD der CRAVING HANDS - obwohl es an sich nicht meine Musik ist - mit ihrem geschmackssicheren Sound und Design und den vielen Ohrwürmern, aber den Ritterschlag kriegt eine Band von mir erst nach einem gelungenen Konzert.
Nennen wir die Duisburger also fortan Sir Craving Hands vom Niederrhein.

Grandioser Frontmann (Frankie singt und agiert wie er für uns auch schreibt: Eindrucksvoll), mächtiger Gitarrist, wunderbarer Orgler und druckvolle Drum & Bass Antreiber. Dazu die wirklich schönen eigenen Songs und das "crossing over the generations"-Coverrepertoire und perfekt ist der Partyabend.

Nach ca. 3.000 besuchten Konzerten gähne ich bei einem ZZ TOP-Cover oder bei Get It On schon mal etwas gelangweilt und Clapton oder Petty wiegen mich bereits im Original in den Schlaf. Nicht bei den HANDS! Frisch klingen die alten Kamellen und Spaß machen sie und wenn irgend jemand bei der Industrie endlich die Watte aus den Ohren nehmen würde, dann wäre diese Band in wenigen Wochen mit ihren eigenen Songs in den Charts.

Klasse war das und wir dürfen stolz drauf sein, dass wir eine Band "nur für uns" gehabt haben, die irgendwann nur noch vor mindestens 1.500 Leuten spielen wird. Oder ist die Welt wirklich so ungerecht?

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 19.03.2003

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