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Supp.: Adam Bomb

Bochum, Zeche, 22.02.2005

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Fotos: Jörg Litges

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Adam Bomb
Adam Bomb
Adam Bomb
Bochum, Zeche, 22.02.2005Bildergalerie

Adam Bomb Schon beim Einlass wurde uns gesagt, dass es heute "übersichtlich" werden wird, aber dass so wenig Leutchen den Weg in die Zeche Bochum gefunden haben, war doch enttäuschend. Stehen doch wirklich große Namen auf dem Programm.



Adam Bomb Als Sleaze-Ikone und (über-)lebende Legende ADAM BOMB dann schließlich die Bühne betrat, waren wenn es hoch kommt 80-100 Leutchen da, um ihn bei seinem souveränen Set zu beklatschen. MY EARLY MUSTANG sollten ja eigentlich den Opener geben, fielen allerdings Aufgrund einer Erkrankung des Sängers aus. "Wer will schon einem alten Auto zuhören" (O-Ton ADAM BOMB). Sicherlich passte er besser zum Motto des Abends als die Alternativ Rocker. Schon die kitschige Bühnendekoration war ober-kultig. Auch sonst boxte sich Adam solide durch seinen ca. 50 Minuten dauernden Best-of Set, bat dann noch darum man möge ihm ein T-Shirt abkaufen, man hätte den "Support Act Blues", und marschierte quasi gleich von der Bühne zum Merchandise Stand um die Verkäufe anzukurbeln.

Hanoi Rocks Nach kurzer Umbaupause, inzwischen hatten sich so 200 Freunde des gepflegten Sleaze Metal eingefunden, enterten dann HANOI ROCKS die Bühne. Mike Monroe und Andy McCoy sind immer noch so bunt und ausgelippt wie damals. Mike zieht sich während der Show übrigens öfter um als Cher. Die anderen drei sind mehr oder weniger normal gewandet.

Hanoi Rocks Und sogleich legen sie los. Obscured, Delirious, Malibu Beach, alles klingt unheimlich tight und straight. Conny Bloom, der neue Gitarrist, A.C. am Bass, sowie Lacu on Drums sorgen für einen wirklich kompakten Sound und machen die eigentliche Musik. Mike Monroe sorgt für die großen Posen, und Andy McCoy... ja was macht der eigentlich? Na ja, anwesend ist er halt.
Der größte Musiker aller Zeiten war er ja noch nie (mehr der Keith Richards des Sleaze), aber an diesem Abend hat er wirklich nix gezeigt, außer ein wenig Posing und ein Lied zu singen.
Eventuell hatte er ja keinen Bock, denn die Spielzeit von 70 Minuten (inklusive, ja, inklusive Zugaben) war doch mehr als enttäuschend.

Hanoi Rocks Dabei rockten die Jungs. Von Minute 1 an veranstalteten sie einen Höllenalarm auf der Bühne, und Michael Monroe (bin ich der Einzige der meint, er sieht aus wie Heike Makatsch?) kicked ass. Der Mann ist topfit für sein Alter, springt, schwingt die Beine, sogar der Spagat geht noch. Das Wiederhochkommen ist allerdings wohl nicht mehr so einfach... dabei leistete dann der Mikrophonständer willkommene Hilfe. Ansonsten ging es queerbeet durch die Hanoi-History, Motovattin', Don't you ever leave me, Bad News oder Up Around The Bend sorgten für mächtig Stimmung. Der Sound ist vorne allerdings ziemlich übersteuert, so daß ich mich nach einiger Zeit in Richtung Mischpult zurückziehe, wo es wesentlich besser klingt. Die die-hard Fans in der ersten Reihe stört das nicht, sie empfangen jeden Song wie einen alten Bekannten und gröhlen lautstark mit.

Hanoi Rocks Ein gelungenes Konzert der Sleaze Metal Ikonen, das einmal mehr bewiesen hat, daß HANOI ROCKS einzig und allein Michael Monroe ist. Die jetzige Band ist fantastisch, und ich hoffe, daß sie in dieser Form erst einmal Bestand hat. Die Spielzeit war einfach zu kurz. Das war aber, wie ich hörte, nicht nur ein Problem in Bochum sondern auch schon in anderen Städten auf der Europatour. Wie dem auch sei, ich würde wieder hingehen! War klasse!

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Noch ein kleiner Hinweis in eigener Sache. Die Bilder in diesem Artikel und der zugehörigen Bildergalerie sind natürlich auf Modem-kompatible Größe komprimiert. Im Original ist die Auflösung und Qualität selbstverständlich viel höher. Wir bieten interessierten Lesern wie immer gerne an, bei uns die Originale gegen Auslagenersatz in Papierform zu bestellen.

Jörg Litges, (Impressum, Artikelliste), 25.02.2005

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