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Konzertbericht:ManowarFrankfurt, Ballsporthalle, 14.12.2002 |
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In Zeiten von Hip Hop, Crossover und Nu Metal geschieht es nicht alle Tage, dass ein Album der Kategorie Heavy Metal die deutschen Charts bis auf Nummer 2 empor klettert, zumal diese Sparte der populären Musik in Radio und TV praktisch nicht vorkommt. An diesem Abend war Heavy Metal das Gesetz: Ganz in schwarzes Leder gehüllt enterte die Band die Bühne auf ihren Motorrädern der Marke Harley-Davidson. Selbstverständlich hatte dabei jedes Bandmitglied eine großbusige, halbnackte Dame auf dem Sozius. Die Songs drehten sich allesamt um echte Männer, Tod im Schlachtengetümmel (egal ob als Ritter, Wikinger oder sonst gearteter Krieger) und natürlich um Horses Made Of Steel. Dazu gab es Bier. Viel Bier. Bandkopf und Bassist Joey deMaio, der vor den Shows regelmäßig den Hallensound inspiziert ("Wenn es einen Ort in der Halle gibt, an dem man nicht vernünftig hört, lasse ich die PA ändern"), hat auch diesmal wieder ganze Arbeit geleistet und nicht übertrieben. Der Sound kam überall in einer Klarheit aus den Boxen, wie man sie bei Konzerten - gerade in großen Hallen - selten erlebt: keine Übersteuerungen, kein Soundmatsch, alle Instrumente korrekt ausgesteuert, und das ganze bei einer Lautstärke von deutlich über 100 db (A), Respekt, meine Herren! Der charismatische Shouter Eric Adams präsentierte sich erneut in Höchstform und ließ vergessen, dass er seit 20 Jahren bei Manowar am Mikro steht. In den Achtzigern waren es Alben wie "Battle Hymns" (1982), "Hail To England" (1984) und "Kings of Metal" (1988), die Geschichte gemacht und den Ruf von Manowar maßgeblich geprägt haben. So präsentierte man an diesem Abend auch einen Querschnitt aus zwei Dekaden: Die selbstbetitelte Hymne Manowar, Kings Of Metal, Spirit Horse Of The Cherokee, The Gods Made Heavy Metal, Warriors Of The World United - um nur einige der Highlights zu nennen, versetzten das Publikum in der ausverkauften Arena (Heimat der Basketball-Recken Opel Skyliners) mehr als einmal in Ekstase. Erst nach gut zwei Stunden war das Spektakel beendet, die Schlusspunkte bildeten ein furioses Hail and Kill gefolgt von Black Wind, Fire And Steel. Es bleibt zu hoffen, dass Manowar, seit neuestem beim schwäbischen Metal-Label Nuclear Blast unter Vertrag, nicht wieder sechs Jahre bis zum nächsten Album vergehen lassen und möglichst schnell auf deutsche Bühnen zurück kehren, dann vielleicht sogar mit einem Nummer-Eins-Album im Rücken. Wer sich nicht traut, dem seien an dieser Stelle die beiden exzellenten Live-Alben "Hell On Wheels" (1997) und "Hell On Stage" (1998) empfohlen, beide erschienen als Doppel-CD und Dreifach-LP. Tim C. Werner, (Artikelliste), 14.12.2002 Bilder: Frank "Harry" Hameister, (Artikelliste), 03.12.2002 |
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